Zwoschwitz diskutiert über Abwasser

Zwoschwitz - Es ist anzunehmen, dass in den Zwoschwitzer Haushalten derzeit rege diskutiert wird. Wie andernorts auch, müssen sich die Kauschwitzer Ortsteilbewohner zur zukünftigen Klärung ihrer Abwässer verständigen. Sie müssen entscheiden, ob sie in Einzellösungen eine vollbiologische Klärung realisieren wollen oder sich für einen Anschluss an das Abwassernetz des Zweckverbands Wasser/Abwasser entscheiden. Letzteres ist zwar praktikabel, aber nur, wenn sich mindestens 90 Prozent der gut hundert Zwoschwitzer an dieser Variante beteiligen. Allerdings: Für einige Nutzer könnten sich die insgesamt anfallenden Beiträge auf bis zu 10 000 Euro belaufen. Das machte Waltraud Muß vom ZWAV während der Bürgerversammlung im Landguthotel Zwoschwitz deulich. Dass ein öffentlicher Anschluss überhaupt möglich ist, liegt in der in den 90er Jahren auf privatem Grund errichteten Kläranlage für das Wohngebiet am Dorfacker. Diese muss jetzt auf öffentlichen Grund und Boden umgesetzt werden, was den Anschluss weiterere Interessenten möglich macht. Wer dies jedoch möchte, muss alle 3000 Euro pro Einwohner übersteigenden Mehrkosten selbst tragen. Für manche Einheimischen ein finanzieller Kraftakt. Ortsvorsteher Helko Grimm appellierte an die Einwohner, sich nicht allein von den Anschlusskosten leiten zu lassen. "In die Berechnung müssen unbedingt auch die Folgekosten für private Anlagen einkalkuliert werden." Am 23. August gehen die Diskussionen über das Abwasser in die nächste Runde. mam