Zwölf Bands rocken am Mühlteich

Kernigen Alternativrock mit jeder Menge Power gab es am Wochenende beim "13. L*abore-Festival" am Mühlteich in Hauptmannsgrün zu erleben. Bei bestem Wetter sorgten 12 Bands unterschiedlicher Stilrichtungen für Begeisterung.

Heinsdorfergrund/Hauptmannsgrün - "L*abore' ist unglaublich vielseitig, es ist handgemacht und kommt ohne große Sponsoren aus. Mit Kommerz wollen wir nichts zu tun haben", sagte Rico Gemeinhardt, einer der Organisatoren vom Netzschkauer Verein Borwaerk. Dass dieses Konzept wieder einmal aufgegangen ist, bewiesen die über 1000 aus halb Europa angereisten Gäste des Festivals am Wochenende am Mühlteich in Hauptmannsgrün, einem Ortsteil der Gemeinde Heinsdorfergrund bei Reichenbach. Viele kamen mit der ganzen Familie und so waren besonders viele Kleinkinder mit riesigen Ohrenschützern während der krachend lauten Konzerte zu sehen.

"Es sind die vielen Kleinigkeiten, die das Festival ausmachen und einen familiären Charakter geben", so Gemeinhardt weiter. Der Student für Nachrichtentechnik aus Leipzig bezeichnet sich selbst als "Festivalkind", da er am Samstag seinen 26. Geburtstag feierte. "Die Distanz zum sogenannten Mainstream, die vielen Möglichkeiten für Kinder zum Spielen, das alternative Speisen- und Getränkeangebot, der viele Platz zum Chillen und natürlich die vielen unterschiedlichsten Typen, die man hier trifft, machen den besonderen Reiz des Festivals aus. Und die Hauptsache: Es läuft alles friedlich ab", meinte Mona Westermann aus Buchenbach bei Freiburg im Breisgau.

Gekommen waren die Festival-Besucher aus Holland, Frankreich und Österreich - viele davon Stammgäste - aber nicht nur wegen der familiären Atmosphäre. Die zahlreichen Bands mit ihrem breiten Spektrum von Pop über Folk bis zu experimenteller Musik standen im Mittelpunkt und verwandelten das Festivalgelände in einen tanzenden Hexenkessel. "Wir haben in diesem Jahr zwölf echte Hochkaräter der Independent- und Alternativ-Szene, darunter Die!Die!Die! aus Neuseeland. Deshalb brauchen wir erstmals drei Bühnen", erklärte Rico Gemeinhardt. Die Auswahl war gelungen, wie das unterschiedliche Publikum am Wochenende zeigte: Alles war dabei - von Dreadlock-Frisuren und Irokesenkamm hin zum Hasenkostüm und zerrissenen Jeans. Mario Morgner