"Zwischen Repression und Widerspruch"

Eine Wanderausstellung, die an die Zeit der DDR von Kriegsende bis zur Wende erinnert, ist derzeit in der Malzhaus Galerie zu sehen. Das Projekt richtet sich an Schulen, Verwaltungen, Kirchen und Vereine. Es sei ein mühsamer Weg, jungen Leuten 30 Jahre nach der deutschen Einheit die Repressalien und Unterdrückungen bis hin zur Gewalt gegen Andersdenkende nahe zu bringen, sagte Dr. Alexander Müller von der Sächsischen Landesbehörde zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Anhand von Zeitzeugen, die namentlich und mit Bild zu sehen sind, werden Einzelfälle geschildert. Zur Ausstellungseröffnung las Schauspieler Jörg Simmat aus alten, fast historischen Büchern. Siegmar Wolf faltete am 7. Oktober 1989 das erste Plakat auseinander und forderte Reformen und Reisefreiheit. Für ihn sei es wichtig, dass in der Ausstellung eine Tafel über die Ereignisse in Plauen berichtet. Kulturbürgermeister Steffen Zenner bezeichnete die Ausstellung als informativ und akribisch genau recherchiert. Es sei gut, dass Plauens wahre Bedeutung in Bezug auf die friedliche Revolution 1989 genannt werde. Die Wanderausstellung - im Bild Galeristin Julia Blei, Jörg Simmat, Siegmar Wolf und Alexander Müller (v.l.) beim Betrachten einer der Tafeln - ist bis 22. März in der Galerie im Malzhaus zu sehen.   Text/Foto: gke