Zwirn plus Dirndl gleich Zwirndl

Die Plauenerin Stefanie Meinel hat ein Faible für Trachtenkleider. Sie schneidert selbst professionell Dirndl, allesamt Unikate. Jetzt hat die junge Frau ihre textilen Schätze samt Namen patentrechtlich schützen lassen.

Von Frank Blenz

 

Plauen - Die beim Patentamt nun eingetragene Marke "Zwirndl" lässt sich so umschreiben: Zwirn plus Dirndl gleich Zwirndl. Die Plauenerin Stefanie Meinel verbindet mit dem Kleid ihre ganz eigene, kreative Art, derlei textile Kunst zu erschaffen. Trachtenkleider sind ihre große Leideschaft. Welche zu tragen, gefällt der jungen Frau schon lange, sie selbst zu entwerfen, zu fertigen und zu verkaufen hat sie als ihre berufliche Passion entdeckt. Das kleine Unternehmen zu sichern, lag seit einiger Zeit nah. In Zeiten von Datenklau und Konkurrenzkampf wurde es für die Unternehmerin wichtig, den Namen des Ganzen, "Zwirndl" zu schützen. So wie ihre Kleider einzigartig sind, so soll dies auch der Name sein. Die Zwirndls von Meinl sind allesamt Einzelstücke, Unikate für Frauen, die diese exquisiten Stücke tragen. Feine textile Stoffe für diese Werke sind Stefanie Meinels Metier, sie ist gelernte Fachverkäuferin und im Hauptberuf in einem kleinen Laden in der Marktstraße namens "Süss-Stoff" tätig. Von da bezieht die 36-Jährige unter anderem auch ihr Material für ihre zweite Leidenschaft: Kleider schneidern. Die Dirndl-Kleider sind eine Kombination aus Zwirn und Dirndl. Vielleicht sollten es Dirndl sein, weil die Plauenerin München mag, das Oktoberfest, Trachten an sich, die das Weibliche betonen, wie sie schwärmt. Sie trägt oft selbst ein solches Kleid, es steht ihr, mit den kleinen Details, den Kettchen, den Borden und den so genannten "Froschgoscheln" - alles in Handarbeit geschaffen. Zwei, drei Wochen dauert es, bis so ein Unikat vollendet ist. "Das mit dem Schneidern habe ich von Mama Renate gelernt. Es hat mich schon immer fasziniert, aus Textilbahnen nach und nach etwas zum Anziehen herzustellen", beschreibt die junge Frau ihre Begeisterung und den Ursprung ihrer Hingabe für das Handwerk. "Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, ohne diese Arbeit zu sein", sagt Stefanie Meinel, die seit einem Jahr einen Gewerbeschein besitzt und für dieses Jahr eine eigene kleine Werkstatt plant, eine mit Schaufenster in der Fichtestraße 2 in der Südvorstadt