Zweiter Bombenfund seit Samstag in Plauen

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Sachsen hat am Dienstag in Plauen erneut eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärfen müssen. Die amerikanische 75-Kilo-Bombe war bei Bauarbeiten für ein Wohnhaus in der Nähe der Agentur für Arbeit gefunden worden.

Erst am Samstag wurde an gleicher Stelle eine Bombe entdeckt. Sprengmeister Holger Krebs (Bild) konnte gegen 17.10 Uhr den Zünder des Blindgängers in der Hand halten. Die Entschärfung verlief ohne Komplikationen. Die erste Bombe am Samstag hatte der 45-Jährige ebenfalls entschärft. Fast 1000 Menschen aus umliegenden Häusern sowie die Mitarbeiter der Arbeitsagentur und Jobcenters waren vor der Entschärfungsaktion am Dienstag in Sicherheit gebracht worden. Eine Kampfmittelbeseitigungs-Firma hatte die Fliegerbombe aufgespürt. Die Experten untersuchten das Erdreich. Die Bombe lang in drei Metern Tiefe. Plauen war im Zweiten Weltkrieg 14 Mal das Ziel von Luftangriffen. Besonders schlimm war der Angriff in der Nacht des 10. April 1945. Knapp 900 Menschen kamen damals ums Leben, 75 Prozent der Innenstadt wurden in Schutt und Asche gelegt. mar