Zwei Vogtländer in Berlin

Plauen - Mit Robert Hochbaum und Yvonne Magwas ziehen gleich zwei CDU-Abgeordnete für das Vogtland in den Bundestag. Das ist einmalig. Beide Christdemokraten können jubeln:

Hochbaum behauptet in vierter Legislaturperiode die Position des Platzhirsches unter den Direktkandidaten. Und seine bisherige Büroleiterin Yvonne Magwas zieht als Neuling über den zwölften Platz der Landesliste ein. "Das Spitzenwahlergebnis spricht für die Präsenz der CDU im Wahlkreis. Die CDU ist dort fest verankert", so CDU-Kreisvorsitzender Sören Voigt. Überglücklich sei er über das große Vertrauen, das ihm die Vogtländer aussprachen, so Robert Hochbaum. Mit 48,3 Prozent der Vogtländer wählten den Falkensteiner direkt - für die Zweitstimme wurden "nur" 44,2 Prozent vergeben.

Platz zwei in der Wählergunst der Vogtländer belegt Benjamin Zabel von der SPD. Auch er punktete bei der Erststimme (20,7 Prozent) bedeutend mehr, als seine Partei mit der Zweitstimme abbekam (16 Prozent). Rang drei holte sich Janina Pfau, die als Person weniger Stimmen (Erststimme: 19,6 Prozent) einholte als über die Partei (20,2 Prozent).

Gleiche Rangfolge gilt auch für die Stadt Plauen mit den meisten Wählern. Ausgewertet werde das Wahldebakel für die FDP im Landesvorstand, so Martin Treeck der sich gestern auf den Weg nach Dresden machte. Nicht mal drei Prozent ihrer Stimmen vergaben die Vogtländer an die Liberalen, die Grünen kamen in der Zweitstimme immerhin auf 3,3 Prozent - deren Kandidatin fiel mit 2,6 Prozent ab. Entsetzt zeigten sich viele Vogtländer über den Rechtsruck im Kreis: NPD-Kandidat räumte mit 4,2 Prozent ab. Der neu gegründeten AfD gab man mit 6,6 Prozent in der Zweitstimme viel Vertrauen. Schlagzeilen machte die Gemeinde Neustadt: Schon 52 Minuten nach Schließung der Wahllokale lagen von dort die Ergebnisse vor - sachsenweit die Ersten. cze