Zweckverband Pöhl steckt in roten Zahlen

Die Abrechnung für 2011 hatte in puncto Touristencamper ein Minus von 146 000 Euro ergeben. Mit einer Deckung von 57 Prozent könnten die Kosten für die Instandhaltung und die notwendigen Wirtschaftsgüter nicht gedeckt werden. "Es besteht dringender Handlungsbedarf", so Mariechen Bang. Die Geschäftsführerin des Zweckverbandes Talsperre Pöhl verwies auf einen erheblichen Instandhaltungsrückstau im Touristencamperbereich.

Für seine Kalkulation hatte der Zweckverband ähnliche 4-Sterne-Campingplätz in Deutschland verglichen und war zu dem Entschluss gekommen, dass in Pöhl zwar der gleiche Komfort geboten wird, aber weit unter den Preisen anderer liege. Eine Unterteilung in Haupt- und Nebensaison für den Campingplatz Gunzenberg wurde empfohlen. Für andere Termine werden Aktionen angedacht. Eine weitere Unterteilung wurde auf die Größe der Zelte vorgeschlagen. Die Erhöhung und Unterteilung in zeltgrößenabhängige Gebühren wurde angenommen.

Ebenfalls ab kommendem Jahr werden Dauercamper tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Verteuerung um 9,2 Prozent auf die Pachtpreise wurde bis 2014 beschlossen. Ebenfalls abgesegnet wurde die Erhöhung des Grundpreises für die Unterzähler für den Strom. Ab 2013 müssen alle Dauercamper 18 Euro pro Jahr bezahlen. Gleichzeitig wurde der Strompreis auf 32 Cent je KWh erhöht. Wolfgang Hinz (Linke) war als Ratsmitglied und Camperrat befangen und von der Abstimmung ausgeschlossen. In der Diskussion meldete er allerdings seine Bedenken an. "Wie soll ich das meinen Campern erklären?" Verbandsvorsitzender Rolf Keil bot Hinz an, Einblick in die Kalkulationsunterlagen nehmen zu können.