Zuwachs für Museum in Mehltheuer

Das kleinste Musikinstrumentenmuseum der Welt in Mehltheuer wird wohl bald anbauen müssen: Wieder wurde es durch eine Schenkung von Christa Hendel aus Plauen, die das gesamte Gut von einer Bewohnerin des Heimatortes von Anton Günther geerbt hatte, bereichert.

 

Liederpostkarten, Fotos mit Autogrammen oder eigenhändigen Beschriftungen und ein Buch über das Leben des erzgebirgischen Urgesteins sind so in Teuschlers Refugium gelandet. "Dort ist es den Interessierten sicher besser zugänglich als bei mir", sagte Hendel auf Anfrage zu ihrer Entscheidung. Voller Stolz präsentiert Karlheinz Teuschler die Neuerwerbungen, die er innerhalb einer vierwöchigen Ausstellung zu Anton Günther und den Plauenern Hilmar Mückenberger und Karl Willy Kluge in seinem Musikzimmer würdigen will.

Zur Eröffnung - an diesem Freitag - wird auch ein Anton-Günther-Abend gehören, der traditionsgemäß in seinem Museum stattfinden wird. Für Fans ein Anlass, sich im Vorfeld einen der wenigen Zuhörerplätze zu sichern. Günther - in Gottesgab unweit des Fichtelberges, dem heutigen Bozi Dar, 1870 geboren - der nicht nur durch sein "Feierohmd"-Lied bekannt wurde, hat in mehr als 150 Liedern das Volksgut seiner Heimat und auch durch Schilderungen des täglichen Lebens der kleinen Leute im oberen Erzgebirge bereichert.

Warum er 1937 seinem Leben selbst ein Ende setzte, ist bis heute nie geklärt worden. Die Authentizität des teilweise mehr als 100 Jahre Materials ist sicher heute einmalig, glaubt Teuschler  jpk