Zulieferer trotz VW-Skandals optimistisch

Trotz des VW-Skandals sehen die Automobilzulieferer Deutschlands Ruf als Auto-Nation nicht beschädigt.

"Die deutsche Ingenieurskunst steht nach wie vor für Zuverlässigkeit", sagte Helmut Becker vom Münchner Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation am Donnerstag beim 19. Internationalen Jahreskongress der Automobilindustrie in Zwickau. Dieser Nimbus lasse sich durch "eine solche Geschichte" nicht aus den Angeln heben, so der Ex-Chefvolkswirt von BMW.

Rund 200 Teilnehmer verständigten sich zwei Tage lang in der westsächsischen Stadt über die Zukunft des Autos. Auch die Zulieferer zeigen sich bislang unbesorgt. "Defacto haben wir heute keine Krise", sagte Ronald Gerschewski, Geschäftsführer des Sonderfahrzeugbauers Indikar. Das Unternehmen aus Wilkau-Haßlau bei Zwickau macht zwar 90 Prozent seines Umsatzes mit der VW-Gruppe, stattet unter anderem Polizeiwagen aus oder liefert gepanzerte Fahrzeuge.

Momentan sei aber nicht absehbar, dass dies wegbreche. Zwickau könnte der VW-Skandal empfindlich treffen: Neben den rund 8.000 Mitarbeitern im Zwickauer VW-Werk hängen in der Region über 20.000 weitere Arbeitsplätze an dem Autobauer. Ende September hatte Zwickau bereits eine Haushaltssperre verhängt. va