Zentrale Frage zu Fröbersgrüner Abwasserproblem

Syrau/FröbersgrünDie Gespräche zur Lösung des Abwasserproblems für den Rosenbacher Ortsteil Fröbersgrün bei Syrau gehen am Dienstag in die nächste Runde. Syraus Ortsvorsteher Jens Mantel hat die Einladungen an die Grundeigentümer in Verbindung mit der Fragestellung, zu welcher Variante der Abwasserentsorgung sie sich entscheiden könnten, auf den Weg gebracht.

Gesprächsstoff wird es im Fröbersgrüner Bürgerhaus genug geben, doch ob es zu Fortschritten kommen wird, bezweifelt Mantel. Der eine oder andere mag das vom ZWAV im November vorgestellte Material in der Zwischenzeit studiert haben, ist er sich sicher. "Doch einen Überblick zur Alternative vollbiologische Kleinkläranlage hat im Ortsteil niemand. Da ist nicht nur die Anschaffung der Anlage zu betrachten. Besonders zur Lebensdauer und zu Wartungskosten und -intervallen macht bisher kein Partner konkrete Aussagen. Die Betriebskosten sind mit ,wenig oder gering' eher nebulös als klar und was die Erneuerung der Biologie nach Störfällen kostet, ist so gut unbekannt wie deren wahrscheinliche Häufigkeit", sagt Mantel.

Ein wesentlich die Anschlusskosten bestimmender Faktor ist die Frage des Kreisstraßenbaus durch den Ort, durch den pro laufenden Meter Straßenfront für die Anliegergrundstücke nach Auskunft des ZWAV etwa 80 Euro gespart werden könnten.

Rosenbachs Bürgermeister Achim Schulz hat dazu Kontakt mit dem Landratsamt aufgenommen, weiß aber noch nichts Konkretes. Die seit Jahren dringend notwendige Instandsetzung wäre in den nächsten Jahren mit der Abwasserangelegenheit zu verbinden, obwohl unklar bleibt, wie lange Fördermittel für individuelle Anlagen fließen werden.

Mantel jedenfalls wird alles in seinen Möglichkeiten Stehende tun, Aufhellung in die Sache zu bringen, um die Eigentümer zu einer richtigen Entscheidung zu befähigen.

Die Frage, ob denn auch in allen anderen EU-Staaten die zentral gefassten Beschlüsse bis 2015 umgesetzt werden, ist für ihn genauso uninteressant. Spätere entstehende Konsequenzen aus der Nichtumsetzung durch einzelne Grundeigentümer sind nach seiner Meinung nicht von der Gemeinde zu tragen.