XIX. Internationale Sommerakademie im Weisbachschen Haus

Eine anstrengende, schöne Zeit hatten die Teilnehmer und Mitwirkenden der XIX. Internationalen Sommerakademie im Weisbachschen Haus, dem richtigen Ort für Kunst und Fantasie. Zum Abschlussfest im Hof des altehrwürdigen Gebäudekomplexes stellten die Akteure auch ihre Exponate aus.

Plauen - Die große Tür schließt sich hinter dem Besucher. Stille erfasst ihn. Kühle Luftströme, gespeichert von den alten Gewölbegängen, umarmen ihn, angenehm ruhig und dunkel nimmt die Szene den Gast in Beschlag. Das Weisbachsche Haus. Eine eigene Welt. Im Innenhof und den meist brach liegenden Räumen des Westflügels hängen und stehen Gebilde, Kunst. Textile Gebilde sind zu sehen, die in Gestellen verflochten sind, wie Zelte, wie Dächer, die einen schützenden Eindruck vermitteln.

An einem alten Stuhl, der mitten in einem der Schottergänge steht, verfangen sich bunte Schnüre, lustig, verspielt, ansprechend. Die zehn jungen Künstler der Sommerakademie, die diese Gebilde zauberten, sitzen mit ihrer Leiterin, der Architektin Christine Kanstinger, den Akademie-Organisatoren, besser den "Eltern" des Ganzen, Karin und Klaus Helbig, der jungen Intendantin Andrea Meckert und ein paar Gästen und Mitstreitern zusammen und lassen es sich zum Abschlussabend gut gehen. Die Tafel steht unter einem Laubbaum im Hof, ein kleines Buffet ist aufgebaut, roter Wein plätschert in die Gläser, der Käse, die Oliven, das Gebäck munden.

Ausgelassen und intensiv sind die Gespräche. "Es war eine anstrengende, eine schöne Zeit mit meinen jungen Leuten", sagt Christine Kanstinger, die noch nicht so oft als sozusagen Lehrerin aufgetreten ist und ihr Wissen, ihre Ansichten und ihre Ideen vermittelt und beobachtet hat, wie ihre Schützlinge dies umsetzen. Sie haben gut gearbeitet, intensiv, sanft abgeschottet in der abgeschottet wirkenden Welt des Weisbachschen Hauses. Für Andrea Meckert war die erste Intendanz ebenfalls ein Gewinn. Der Weg war das Ziel, zehn Tage Kunst entwickeln, nachdenken. Sie freut sich auf das XX. im Jahr 2013. Und alle stimmen spät am Abend nochmals ein in die Musik, die es zu der lauschig schönen Fete auch noch gibt.