Wismut-Erbe nun Idyll

2,7 Millionen Euro kostete die Sanierung des "Wismut- Objektes 31" in Lengenfeld. Entstanden ist am Lenck-Teich eine Perle der Naherholung.

Lengenfeld - Die Lengenfelder sind sich einig: "Es ist gut angelegtes Geld". Mit einem Volksfest wurde am Samstag der offizielle Sanierungsabschluss des ehemaligen Wismut- Standorts 31 am Lenck-Teich gefeiert. Hunderte Bürger nahmen dabei eine idyllische Teichfläche von etwa 6000 Quadratmeter des angestauten Plohnbachs in Besitz. Das Bächlein selbst bekam ein neues Bett samt Fischtreppe spendiert.

Der Lenck-Teich war immer eine Naherholungsoase der Lengenfelder und wurde als Gondelteich genutzt. In den Jahren von 1947 bis 1961 entstand oberhalb des Teiches durch die Rückstände der Uran-Aufbereitung eine 890 000 Kubikmeter mächtige Halde. Infolge des Hochwassers 1954 brach der Hauptdamm der Deponie. Eine riesige Menge des verseuchten Materials ergoss sich bis zu vier Kilometer weit in das Tal des Plohnbachs. Bis zu 50 Mal höher war die zu DDR-Zeiten verschwiegene Strahlenbelastung gegenüber der natürlichen Erdstrahlung im Gebiet. Der Lenck-Teich war zu einer gefährlichen Sumpflandschaft verkommen.

Seit 2009 wurde das Gebiet des durch die bundeseigene Wismut GmbH aufwändig saniert. Etwa 50 000 Kubikmeter verseuchter Schlamm, so genannte Tailings, mussten entfernt und einer Aufbereitung zugeführt werden. "Die Natur kann sich zurücknehmen, was ihr vor 60 Jahren genommen wurde", sagte Lengenfelds Bürgermeister Volker Bachmann. Er freut sich über die gelungene Renaturierung. "Ein Kleinod ist entstanden, ein lohnendes Ausflugsziel. Es wertet unsere Stadt und das Göltschtal auf", so Heike Comberg aus Lengenfeld.