Wintermärchen lockt Tausende Gäste an

Innerhalb von nur vier Stunden entstanden am Samstag auf dem Sportplatz Hammerbrücke mit einer gewaltigen Rakete, einer begehbaren Kirche, der Grube Tannenberg und dem Schneckenstein alle Sehenswürdigkeiten und Symbole der Gemeinde zu meterhohen Kunstwerken aus Eis und Schnee.

Muldenhammer/Hammerbrücke - "Hier sind rund 200 Meister ihres Faches am Werk", freut sich Muldenhammers Bürgermeister Jürgen Mann über die traumhafte Beteiligung seiner Gemeinde zum MDR-Schnee-Spektakel . "Das ist für Muldenhammer eine ganz große Sache. Die Aktion fördert das Gemeinschaftsgefühl unserer drei Ortsteile und bringt uns zusammen." Recht hatte der Bürgermeister, denn Großes ist wirklich entstanden. Unter den 10 Skulpturen überragte zweifellos die eisgewordene Sojus-Rakete den Hammerbrücker Sportplatz. Mit Drehleiter, Eispickel und Kettensäge bewaffnet schufen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Ortsteil Morgenröthe-Rautenkranz den acht Meter großen Nachbau von Sigmund Jähns Flugkörper.

Pünktlich um 10 Uhr begann das Riesenspektakel mit einem gewaltigen Krach der Schönecker Schützengilde. Unter Verwendung der gesamten Muldenhammer Technik legten die verschieden Teams los und hämmerten ihren Traum vom Wintermärchen in Schnee und Eis. Prominente Unterstützung gab es dabei von MDR-Moderatorin Katrin Huß und Jump-Kollegen Chris Derer. Beide übernahmen die Patenschaft für Muldenhammer.

Die Gemeinde wurde ausgewählt, Sachsen beim Mitteldeutschen Wettkampf im Schneefigurenbau zu vertreten. Dabei kämpfen Muldenhammer gegen Benneckenstein im Harz als Vertreter Sachsen- Anhalts sowie gegen Schmiedefeld als Vertreter Thüringens. Obwohl die Benneckensteiner in der letzten Woche zum Beispiel mit dem Bau der Brockenbahn oder der Dorfkirche die Messlatte gewaltig hoch legten, galt Bange machen nicht.

"Wir sind glänzend vorbereitet", schätzte Bürgermeister Mann die Lage ein. Bereits in den vergangenen Tagen wurden gewaltige Schneemassen aus der Arena in Klingenthal geholt und viele Einwohner fertigten Eisziegel im heimischen Garten zur Unterstützung. "Muldenhammer ist hammerhart", meinten die Jungs vom Heimatverein, die einen Hochofen passend zum nebenanstehenden eisigen Pochwerk modellierten. Beeindruckend auch das Schlittenhundegespann. "Wir formen alles aus dem Kopf, eine Vorlage brauchen wir nicht", sagte Thomas Albert stolz. Punkt 14 Uhr musste alles fertig sein. "Was hier innerhalb dieser wenigen Stunden entstand ist einfach traumhaft" lobten Jutta und Roland Schimank aus Bitterfeld zum Ende des Wettkampfes die fantasievollen Eis- und Schneeskulpturen.

"Wir kommen fast jedes Wochenende um hier die Loipen hier zu probieren. Heute lassen wir das natürlich ausfallen. Wir drücken den Vogtländern die Daumen. Diese Mühe muss mit dem Sieg belohnt werden", so die Bitterfelder. Am 25. Februar wollen sie ihre Stimme für Muldenhammer geben. Wer dies ebenfalls tun möchte, sollte ab diesen Termin zum Telefon greifen und die Nummer 0137 1011002 wählen. Es entscheidet am Ende die Zahl der Anrufer, welcher Ort ein echtes Wintermärchen aus Eis und Schnee gezaubert und t den Titel verdient hat.

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