Wintereinbruch im Vogtland

Plauen/Zwickau - Der Winter ist mit aller Macht ins Vogtland eingezogen und hat seine Vorboten auch ins Tiefland geschickt. Bei Schnee und Schneeregen kam es zu Verkehrsbehinderungen.

 

Die durch die schneereichen Nacht- und Morgenstunden bedingten winterlichen Straßenverhältnisse haben in weiten Teilen Südwestsachsens zu Behinderungen im Straßenverkehr geführt. So erreichten zwischen 0 und 12 Uhr insgesamt 40 Unfallmeldungen das Führungs- und Lagezentrum der Polizei in Zwickau. Glücklicherweise war nur bei zwei Unfällen Personenschaden zu verzeichnen. Beim großen Rest blieb es bei Sachschäden, die bislang noch nicht konkret bezifferbar sind.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Südwestsachsen entfielen auf den Erzgebirgskreis neun, auf den Vogtlandkreis und den Landkreis Zwickau jeweils 14 und auf die Bundesautobahn 72 drei Unfälle. Unfallursache waren häufig Sommerreifen und überhöhte Geschwindigkeit.

An mehreren Straßen brachen Bäume unter der Last des nassen und schweren Schnees zusammen und blockierten die Fahrbahn. Bei Stützengrün krachte ein Baum in die Frontscheibe eines Kleinbusses voller Schulkinder. Sie blieben ebenso wie der Fahrer unverletzt und wurden mit einem anderen Auto in die Schule gebracht.

 

Wegen umgestürzter Bäume und solcher die umzubrechen drohten, musste auch die B169 zwischen Rodewisch und Wernesgrün für mehrere Stunden gesperrt werden. Vogtlandweit kamen am Morgen zudem immer wieder Lkw ins Rutschen und stellten sich quer, so unter anderem auf der B 282 bei Oberpirk. Auf der Staatsstraße 277 zwischen Rothenkirchen und Stützengrün kamen Brummis gar nicht mehr von der Stelle. Viele Winterdienste rückten am frühen Mittwoch zum ersten Mal in dieser Saison aus.

 

An die weiße Pracht dürfen sich die Vogtländer vorerst aber nur in höheren Lagen ab 500 Meter gewöhnen. Nur dort werde der Schnee auf Grund anhaltender Minus-Temperaturen in den nächsten Tagen liegen bleiben, sagte Hans-Jürgen Langner vom Deutschen Wetterdienst. "Mit dem starken Schneefall ist es erst einmal vorbei. Es wird in den nächsten Tagen nur ein bisschen schneien, wenn überhaupt", fügte der Meteorologe hinzu. Auf dem Fichtelberg lag gestern eine 16 Zentimeter hohe Schneedecke, insgesamt wurden im Erzgebirge 8 bis 19 Zentimeter gemessen. Langner sprach von einer typischen vorwinterlichen Wetterlage.  red