Winterdienst in Plauen wartet auf ersten Einsatz

Plauen - Die Mitarbeiter der Straßenreinigung von der Plauener Abfallentsorgung (AEP) warten auf den ersten Winterdiensteinsatz in diesem Jahr. Seit Anfang November stehen sie in Bereitschaft. Noch befinden sich die Winterdienstfahrzeuge sauber und aneinandergereiht auf dem Betriebsgelände der Abfallentsorgung.

 

Die AEP ist seit 2002 im Auftrag der Stadt für den Winterdienst verantwortlich. Geräumt werden die meisten Kreis- und Staatsstraßen im Stadtgebiet und in den eingemeindeten Ortschaften. Zudem gehört das gesamte Stadtzentrum zum Aufgabenbereich der Straßenreinigung. Für die beiden Plauener Bundesstraßen B 92 und B 173 ist die Straßenreinigung seit der Kreis- und Gebietsreform in Sachsen nicht mehr zuständig. Hier säubert in diesem Jahr erstmals die Straßenmeisterei des Landkreises, diese befindet sich für den Bereich Plauen im Gewerbepark Schöpsdrehe.

 

Zur Winterdienstflotte der Plauener Straßenreinigung gehören fünf große Räumfahrzeuge, drei Multicar, diverse Schneewalzen für die Fußwege und zahlreiche weitere Kleingeräte, um alle Wege von Schnee und Eis zu befreien, sagt Straßenreinigungs-Leiter Karl-Ludwig Prill dem Vogtland-Anzeiger.

 

Das Streumittel für die Einsätze bekommt die AEP vom städtischen Bauhof. Die Lager sind gut gefüllt für diesen Winter. Momentan lagern 1000 Tonnen Salz und 300 Tonnen Splitt im Bauhof, sagt Bauhofleiter Jürgen Arzt auf Anfrage. Je nach Verlauf des Winters muss später eventuell noch etwas dazugekauft werden, meint Arzt. Im letzten Jahr sind 800 Tonnen Salz in Plauen verstreut worden. "Das ist extrem wenig. Normalerweise benötigen wir zwischen 2000 und 2500 Tonnen Salz in einem Winter", so der Bauhofleiter.

 

Die Straßenreinigung der AEP steht in den Wintermonaten in engem Kontakt mit dem Bauhof. Täglich planen Jürgen Arzt und Karl-Ludwig Prill anhand von aktuellen Wetterprognosen gemeinsam die möglichen Einsätze für die nächsten Stunden. Gefahren wird im Zwei-Schicht-System. In der Frühschicht sorgen zehn Mitarbeiter noch vor dem einsetzenden Berufsverkehr für geräumte und freie Straßen. Dabei ist von den Fahrern eine hohe Konzentration gefragt. Viele Straßen sind eng und stehen voll mit geparkten Autos. Da ist teilweise Fingerspitzengefühl gefragt. Dazu kommt, dass viele Autofahrer den Winterdienst als Behinderung sehen. "Die Fahrzeuge werden überholt, keiner hat Zeit", so Karl-Ludwig Prill. Dass der Winterdienst selbst im Schnee stecken bleibt oder gar in verschneite Seitengräben rutscht, ist die absolute Ausnahme, meint der Leiter der Straßenreinigung: "Wir sind bis jetzt gut gefahren und haben ganz wenige Zwischenfälle."

 

Die Fahrzeuge des Winterdienstes haben schon einige Jahre auf dem Buckel. Die Großfahrzeuge fahren seit gut 15 Jahren durch die Stadt und die Streugeräte sind zwischen drei und zehn Jahren bereits im Einsatz. Das klingt zwar sehr alt, die Räumfahrzeuge fahren aber teilweise auch nur drei bis vier Monate pro Winter. Den Rest des Jahres verbringen die meisten Winterdienstfahrzeuge in der Garage.