Winteraroma in Flaschen

Mit dem Gin hat das kleine Plauener Unternehmen Vogtland Aronia einen richtigen Volltreffer gelandet. Zwei Sorten gab es bisher. Dazu kam nun eine Winteredition und weitere sind in Planung.

Von Stephanie Rössel

Plauen - Die Aronia Plantagen von Astrid und Frank Sommer kennt man inzwischen. Auf Höhe von Kauschwitz in Richtung Syrau stehen die Sträucher mit den kleinen schwarzen Beeren. Angebaut wird streng nach Biogesichtspunkten, ausschließlich im Vogtland. Die gesamte Produktionskette, von der Pflanzung der Sträucher über das Wachsen der Beeren bis hin zur Ernte und Weiterverarbeitung liegt in den Händen der Sommers.
Der Aroniabeere werden viele gute Eigenschaften nachgesagt. Sie soll den Blutdruck und den Fettgehalt im Blut senken, kann bei Magen-, Darm-, Leber- und Gallenbeschwerden helfen und soll Forschungen zufolge auch vorbeugend bei Krebs wirken.
Aus den Beeren entstehen im Tannenhof Pulver, Säfte, Aufstriche und verschiedene alkoholische Getränke. Der Gin "08525" und "08527" hat sich zu einem wirklichen Verkaufsschlager entwickelt und erfreut sich großer Beliebtheit, nicht nur in der Region. Die angekündigte Variante "08523" ist in der Pipeline, doch vorher hatte Frank Sommer noch die Idee für eine Winteredition. "Schnie" heißt der Gin, der wirklich nach Weihnachtsmarkt riecht. Pur auf Eis oder als Mischgetränk enthält die limitierte Auflage zehn sogenannte Botanicals. Eine wirkliche Übersetzung gibt es für das Wort nicht, das sozusagen die Zusätze bezeichnet. Nur durch die Beigabe dieser bekommt der sonst neutrale Alkohol seinen Geschmack. Um jedoch den Namen Gin zu erhalten, ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Wachholder enthalten sein muss. Daneben kann sich der Brenner in allen Bereichen bedienen, die denkbar sind. Kräuter, Blätter, Samen, Früchte, Wurzeln und Rinden werden gerne genutzt. Der "Schnie" enthält neben dem klassischen Botanicals besonders winterliche Aromen wie Zimt und Nelken, aber auch Vogelbeeren, Koriandersamen, Angelikasamen und natürlich die selbstangebauten Aroniabeeren. Nur 1000 Flaschen davon werden abgefüllt und auch ausschließlich in den Wintermonaten verkauft. "Aktuell liegt ja Glüh-Gin im Trend. Unser Schnie eignet sich dafür auch. Man kann ihn entweder mit heißem Wasser nach Bedarf auffüllen oder das Ganze noch mit heißem Apfelsaft veredeln", ist der Geheimtipp von Frank Sommer.
Den Apfelsaft dazu kann man ebenfalls direkt vor Ort dazu bekommen. Saft ohne weitere Zusätze aus Äpfeln von der Streuobstwiese, wo nur alte Sorten wachsen. Ein wichtiges Detail für Allergiker, die Äpfel nicht gut vertragen. Alte Sorten sind meist bekömmlich.
Doch nach dem "Schnie" ist die Arbeit für dieses Jahr noch nicht getan, denn die nächste limitierte Auflage ist bereits in Arbeit. "900" soll er heißen. 900 Stück soll es geben. Abgefüllt in goldenen Flaschen, mit besonderem Etikett, ist es der Beitrag zum Stadtjubiläum im kommenden Jahr. Und als wäre das nicht genug Gold und genug Plauen - wird das Besondere in diesem Gin der besondere Zusatz sein. Die Kaffeesorte "Plauen Gold" von der Neuen Kaffeerösterei an der Neundorfer Straße, soll den handgemachten Gin veredeln. "Bis es soweit ist, muss ich noch ein bisschen probieren und optimieren. Die Schwierigkeit ist beispielsweise darauf zu achten, dass sich nichts absetzt", sagt Sommer.
Für das bevorstehende Weihnachtsfest kann man die Produkte bei verschiedenen lokalen Anbietern kaufen oder es lohnt sich ein Blick in den Online-Shop: 
www.vogtland-aronia.de

KALENDERBLATT 5

Welche Pflanze muss unbedingt im Gin enthalten sein? Wenn Sie das wissen, schreiben Sie uns das Lösungswort bis zum 8. Dezember auf eine Postkarte und senden sie an: Redaktion Vogtland-Anzeiger, Postplatz 12, 08523 Plauen. Oder Sie mailen uns an: redaktion@vogtland-anzeiger.de oder beteiligen sich über Facebook an dem Rätsel unter dem Kennwort: Kalenderblatt 5.
Zu gewinnen gibt es eine Räucherfigur aus der Serie "Kuhnert-Schneemann", gesponsert von der Drchslerei Kuhnert aus Rothenkirchen.
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