Winter fordert zwei Todesopfer

Der Winter bleibt weiter in Sachsen. Etliche Unfälle ereigneten sich wegen Glätte. Zwei Menschenleben sind zu beklagen.

Dresden/Plauen - "Ein wenig Rückstau auf der B 173, ansonsten keine Unfälle, kein Schneebruch", bilanziert Jens Leistner vom Eigenbetrieb Rettungsdienst Vogtlandkreis. Geknallt hat es hingegen an der Landesgrenze zu Thüringen zwischen Schleiz-Heinrichsruh und Langenbach an der Waldkurve (früher Schleizer Dreieck). Ein Passat-Fahrer schlitterte auf die Gegenfahrbahn und rammte einen Laster. "Der Fahrer wurde im Auto eingeklemmt, jedoch nur leicht verletzt", so Schleiz' Feuerwehrchef Ronny Schuberth. Er und seine Mannschaft, der Rettungsdienst vom DRK und die Notärztin waren am Vormittag schnell vor Ort.

Dieses Glück hatte eine 59-Jährige aus dem Erzgebirge nicht. Bei einem schweren Unfall kam die Frau auf schneeglatter Straße zwischen Mildenau und Königswalde ums Leben. Die Fahrerin starb noch am Unfallort. In Zwickau erfror ein 87-jähriger Mann. Die Polizei fand den seit vorigem Mittwoch als vermisst gemeldeten Rentner nahe seines geparkten Autos tot auf. Nach ersten Erkenntnissen sei von einem Unglücksfall auszugehen.

Viele Glatteis-Unfälle am Montagmorgen meldete auch die Polizei aus Oberfranken. Während des Berufsverkehrs hatte ein Unfall am Vogtland-Dreieck der Autobahnen 9 und 72 bei Hof für Behinderungen gesorgt. Da ein Lastwagen gehoben werden musste, bildete sich ein 16 Kilometer langer Stau. Verletzt wurde niemand.

Auf der A 4 nahe Dresden war ein mit Druckerpapier beladener Lastwagen umgekippt, wie ein Sprecher der Polizei in Dresden mitteilte. Weil sich etwa die Hälfte der Ladung über die Fahrbahn verteilte, musste die A4 in Richtung Chemnitz ab sechs Uhr für vier Stunden voll gesperrt werden. Der Verkehr staute sich an der Abfahrt Dresden-Wilder Mann auf mehr als zehn Kilometer. Hingegen Sachsens Wintersportgebiete meldeten Ski und Rodel gut - bei Minusgraden und Neuschnee. Ab Wochenmitte werden Neuschnee und Frost bis Minus 15 Grad zu erwarten. va