Windenergie spaltet Langenbach

Pausa-Mühltroff/Langenbach - "Wenn Windräder auf Langenbacher Flur errichtet werden, müssen auch die Einnahmen in den Ortsteil fließen", sagte Bernhard Nieghorn in der Beratung der Ortschaftsräte Kornbachs, Langenbachs und Mühltroffs.

Der Bau von Windenergieanlagen (WEA) stand im Mittelpunkt der Zusammenkunft und nach den Worten Falk Grüners "spaltet das Vorhaben den Ortsteil und beeinträchtigt den Dorffrieden beträchtlich."

Eine klare Positionierung der Einwohner und Räte war auch nach zwei Stunden nicht möglich. Laut Uta Wiedemann ist dafür nur bis Mitte April Zeit. Als Einführung hatte Diplom-Geograph (und Plauener Grünen-Stadtrat) Dieter Rappenhöner den Vergleich zwischen Photovoltaikanlagen (PVA) und WEA vorgestellt. Hinsichtlich des Flächenbedarfs und der Energieausbeute sind die PVA klar zweiter Sieger. Allerdings sind bei den WEA die Investitionen um ein Vielfaches größer und die Flächenauswahl durch Schutzvorschriften stark eingeschränkt. Als wesentlichsten Punkt strich er heraus, dass in jedem Fall die Firma ihren Sitz in der Kommune haben sollte, weil sonst ein Drittel der Gewerbesteuern abfließen. Uta Wiedemann trug ergänzend die Statements der beiden bisher in Mühltroff aufgetretenen Firmen Juwi und UKA zu deren Geschäftsvorstellungen vor.

In der Diskussion prallten die Gegensätze unter den wenigen anwesenden Bürgern aufeinander. Grüner lehnt die Windräder im Territorium ab: "Ich möchte wie viele andere Einwohner in einer intakten Umgebung leben und bin total gegen eine Verspargelung meiner Heimat." Grundsätzlich für Windräder ist Andreas Schreiber, der wohl auch schon mit einem Unternehmen in Kontakt steht: "Sicher haben die Grundeigentümer, die den Vertrag für die Aufstellung abschließen, den größten Nutzen von möglichen WEA. Aber es wäre ja denkbar den Vertrag so zu gestalten, dass die Einwohner eine größere Menge Strom jährlich unentgeltlich beziehen, wodurch alle etwas davon hätten."

Nieghorn äußerte sich erstaunt darüber, dass sich wohl schon ein großer Teil der Grundeigentümer vertraglich an einem Partner gebunden hätten. Weitere Gesichtspunkte in der Diskussion waren eine Bürgerbefragung zu den Vorhaben durchzuführen und den Vertrag so zu gestalten, dass sich der Investor verpflichtet, im Ortsteil notwendige Vorhaben zu finanzieren.

Über die nach seiner Ansicht geringen Möglichkeiten Windräder in Langenbach durch die Stadt abzulehnen, informierte der Mühltroffer Ortsvorsteher Steffen Rauchfuß. Nach seinen Angaben entscheidet der Eigentümer der Fläche, auf der gebaut wird. Der Kommune bleibe lediglich die Möglichkeit, im Rahmen der Befragung von Partnern des öffentlichen Interesses sich mit offenem Ausgang gegen die Errichtung auszusprechen. va