Wildschweinfleisch im Vogtland radioaktiv belastet

Nachdem Ergebnisse der radiologischen Untersuchung von erlegtem Schwarzwild vor allem im Süden des Vogtlandkreises hohe Überschreitungen des zugelassenen Höchstwertes von 600 Becquerel pro Kilo aufzeigten, wurde die Praxis der Pflichtuntersuchungen ausgeweitet.

In einer Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage des Fraktionsvorsitzenden der Bündnisgrünen im sächsischen Landtag, Volkmar Zschocke, heißt es, die Anzahl der radiologischen Untersuchungen von erlegtem Schwarzwild im Vogtland sei maßgeblich erhöht worden. "Auch über 30 Jahre nach dem verheerenden Reaktorunfall von Tschernobyl sind die Auswirkungen dieses Ereignisses - wenn auch mit abnehmender Tendenz - noch in unseren sächsischen Wäldern, insbesondere im Schwarzwildbestand, spürbar", so Zschocke.

So überschritten in den Jahren 2014/ 2015 im Schnitt noch 33 Prozent der untersuchten Fleischproben den vorgegebenen Grenzwert von 600 Bq/kg und dies zum Teil sehr drastisch. Schwarzwildfleisch, das höher als vorgeschrieben belastet ist, darf nicht in den Handel gelangen. va