Wiederbelebung: Falsch ist, nichts zu unternehmen

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, zu jeder Zeit. Und dann ist schnelle Hilfe erforderlich.

"100 Mal pro Minute schnell auf die Mitte des Brustkorbes drücken, ist die entscheidende Hilfe, die sich selbst ein Laie zutrauen soll, kann, ja muss", sagte Michael Petzold von der Rettungsdienstgesellschaft Plauen, die am Dienstag gemeinsam mit dem Helios Vogtland-Klinikum und der Krankenkasse DAK in der Stadt-Galerie zur Aktionswoche Wiederbelebung informierte. Diese Hilfe sei kinderleicht, es gebe keine Fehler, so der Fachmann. "Falsch wäre, gar nichts zu tun", sagte Petzold.

Und er zeigte mit Notärztin Julia Gortvai und Intensivschwester Susan Seidel wie die Herzdruckmassage funktioniert. "Wir Deutschen sind Schlusslicht bei der Bereitschaft, Wiederbelebungsmaßnahmen aktiv anzugehen. Lediglich 15 Prozent der Laien beginnen derlei Aktion. In Schweden sind es beispielsweise über 60 Prozent. Ich weiß auch nicht, warum das so bei uns ist, wohl weil die Leute zu wenig informiert sind oder Angst haben, nicht richtig zu handeln", sagt Petzold. Der Info-Stand wurde zumindest rege besucht. Frank Blenz