Wie weiter mit Klingenthaler Jugendzentrum?

Zur Eröffnung des neuen Jugendzentrums im Schulgebäude im Klingenthaler Neubaugebiet im September war man allseits des Lobes voll über die gefundene Lösung. Die rund 12 000 Euro der Stadt zur Grundinstandsetzung sowie die Versicherung, die Jugendarbeit auch zukünftig zu unterstützen, standen im Mittelpunkt des Einweihungsaktes. Einige Wochen später fühlen sich die Jugendlichen etwas alleine gelassen, denn längst läuft nicht alles so, wie ursprünglich gedacht.

 

Aus diesem Grund traf sich der Verein pro Klingenthal in den Räumen des Jugendclubs, um mit den Jugendlichen über ihre diesbezüglichen Probleme zu sprechen. "Sie sind die ersten, die den Weg zu uns gefunden haben", so ein Mitglied des Jugendparlaments lobend zu Carsten Förster, Vorsitzender des Vereins pro Klingenthal.

Neben Details zur Ausgestaltung der Räume war ein Hauptproblem die zukünftige Trägerschaft des Jugendzentrums, wobei die Stadt oder das Kolping-Werk zur Disposition stehen. Laut Aussage der Jugendlichen käme es derzeit häufig zu Differenzen mit Herrn Schmidt, dem Chef des Kolping-Werkes, das jetziger Mieter des Gebäudes und damit Hausherr ist. Ebenso dürften die Außenanlagen aus diesem Grund bisher nicht genutzt werden.    Eine Trägerschaft der Stadt ist aus Sicht der Jugendlichen die bessere Lösung, dem sich der Verein auch im Hinblick auf den Fortbestand des Jugendzentrums anschloss. Hintergrund ist der Umstand, dass im Kolping-Werk derzeit nur noch Lehrlinge des dritten und zweiten Lehrjahres sind, da die Klingenthaler Einrichtung mit Begründung der schlechten Verkehrsanbindung des Ortes keine Zuschüsse mehr für Neuauszubildende erhält. Was ist, wenn es geschlossen wird, war die berechtigt Frage.

 

"Das Konzept des Kolping-Werks ist sicher in Ordnung", so Förster, die Frage sei aber, inwieweit dieses mit den Interessen des Jugendclubs konform geht. Unterschwellig wurde die Meinung zum Ausdruck gebracht, dass die Stadt das Zentrum aus Kostengründen wohl loswerden wolle, weshalb die Stadt die Karten und die zu erwartenden Kosten auf den Tisch legen müsse. Diese Einsparungen seien wohl kaum gerechtfertigt, so die allgemeine Vereinsmeinung.  H. S.