Wie verbleiben wir denn jetzt?

Zwickau - Abseits der Arbeit und jeglichen Verpflichtungen gibt es einen Raum, der sich Freizeit nennt. Auch diese Zeitdimension beinhaltet Begegnungen mit Politessen, der GEZ, Opas mit Hut, Rentnern im Allgemeinen, "Assi-atten, Chinetzen und Japanetzer" im Besonderen.

 

Bei Paul Panzer bekommt alles und jeder sein Fett weg. Weil für ihn diese Freizeit Stress ist. Genau den genoss er am Sonntag in der ausverkauften Neuen Welt in Zwickau. Panzer weiß gar nicht, wo er anfangen soll. Er beginnt mit seiner Familie. Sein Hoch-wie-breit-Sohn Bolle sollte endlich die Ernährung umstellen. Was hat er gemacht? Den Kühlschrank ins eigene Zimmer gestellt. Den habe es bekannterweise in der Steinzeit noch nicht gegeben. Doch die Männer auf den Höhlenzeichnungen waren bereits am Rennen. Warum und wohin? Weg von den Frauen, weil sie Ruhe brauchen vor diesen Nörgelkreaturen. Leider bis heute nie so recht gelungen.

 

So entstanden auch die skurrilsten Hobbys. Streichholzbasteleien, um sich per Fackelei von dieser Geißel zu befreien, Schmetterlinge fangen, weil die auch keine Freiheit brauchen, mit der Eisenbahn spielen. Ganz beliebt sei Briefmarken sammeln. So mit Leuten drauf, meist schon tot, aber freundlich drein schauend und vor allem lächelnd. Da werde Hass und Sehnsucht gleichermaßen gestillt. Spielend leitet Panzer von einem Themen ins andere, befindet sich plötzlich im "Botzybilder-Tschendrum". Das falsche Trennen von Silben und komischem Eindeutschen von Fremdwörtern nimmt seinen Lauf. Angeblich zähle zur Freizeit, erst recht zum Stress, auch "Aero-tick" dazu, wie im "Hamburger Kitts" zu bestaunen. Paule, Paule habe er sich gesagt: Da hängt einer in Ketten von der Decke, ein Freundschaftsbändchen im Schritt und eine Billardkugel im Mund und bettelt um Bestrafung. Der hatte doch schon alles, was er brauchte. Der obligatorische Anruf blieb zwar aus, aber die Frage "Wie verbleiben wir denn jetzt?" beantwortete er mit: Ich komme wieder. uhe