Wie präsentiert sich Plauen 2022?

Plauen - Das Teilfachkonzept "Wirtschaft und Arbeitsmarkt" des Stadtentwicklungskonzept Plauen Seko 2022 wurde am Montag vom Wirtschaftsausschuss nach Abstimmung bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen dem Stadtparlament zur Übernahme empfohlen. Eckard Sorger, Wirtschaftsförderer der Stadt, stellte das Konzept vor, das im Wesentlichen zehn Eckpunkte für eine mögliche Entwicklung Plauens in den nächsten zwölf Jahren umfasst. Dazu gehören unter anderem genügend ausgewiesene künftige Gewerbeflächen, der Ausbau der Dienstleistungen für die Bürger, ein einheitliches Stadtmarketing sowie die verbesserte Einbindung Plauens in den Vogtlandkreis. Visionen kamen in Form von Zielsetzungen ins Papier. So könne Plauen zur Kompetenzregion für technische Textilien werden, beim Thema "Wasser" ein Netzwerk schaffen (Wasseraufbereitung, Anlagenbau, Planung, Forschung und Entwicklung), idealer Standort für Logistikunternehmen sein und sich noch mehr als Adresse im Bereich Automobilzulieferindustrie entwickeln. "Wir werden uns auch weiterhin bemühen, ein Fraunhofer Institut nach Plauen zu holen, im Bereich der so genannten funktionalen Schichten besäße dann Plauen ein Alleinstellungsmerkmal", erläuterte der Experte. Künftig werde es ebenso nötig sein, sich an der Bildung von bedeutsamen Regionen im geeinten Europa zu beteiligen, wie die der Metropole-Region-Mitteldeutschland, in welcher Oberzentren eine gute Rolle spielen könnten. Das Konzept wurde nach einer kontroversen Diskussion zur Empfehlung durch den Stadtrat beschlossen. Am häufigsten kritisiert wurde in der Diskussion, dass das Konzept zu viele vage Aussagen enthalte und wenig darüber informiere wie die Ziele konkret umgesetzt werden sollen. Die Befürworter des vorgelegten Teilachkonzeptes anerkannten die Anstrengungen Sorgers und seines Teams von der Stadtförderung unter dem Aspekt, dass man nun endlich etwas in der Hand habe, worauf aufgebaut werden könne. fb