Wie bastelt man eigenes PC-Spiel?

Plauen - Ferienworkshops unter dem Motto ,,Multimedia" veranstaltet der Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK) in dieser Woche. Montag und Dienstag waren die 13- bis 16-Jährigen gefragt. Sie hatten die Möglichkeit, ihr eigenes PC-Spiel zu entwickeln.

 

Dafür wurde extra ein Referent aus Leipzig eingeladen. Kay Siegert ist Softwareentwickler und hat sich auf Spiele und interaktives Infotainment spezialisiert. Bereits in seiner Heimatstadt hat er in Zusammenarbeit mit dem SAEK Onlinegames entwickelt, die sogar mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Andre Zühlke, Leiter des Plauener Studios, fand die Idee prima und holte Siegert für zwei Tage ins Vogtland. Insgesamt elf junge Leute inklusive dem Team arbeiteten bis gestern konzentriert an der Entstehung von Jump and Run- , Sport- oder Minispielen.

 

Grafiken und kleine Objekte wurden erstellt, Spielfiguren und Elemente beweglich gemacht. Für das alles ist Programmiersprache gefragt. "Wenn die Jugendlichen die Tastenkombinationen einmal verstanden haben, dann geht es ganz schnell vorwärts. Doch genau dann passieren Fehler und diese in den vielen Codes zu finden, ist sehr zeitaufwändig und schwierig", weiß Kay Siegert. Er selbst hat bereits mehrere Casual Games auf den Markt gebracht. Diese Spiele sind zeitlich befristet und werden meist über Web oder Mobiltelefonanwendungen vertrieben. Sie stehen für kurzweilige Unterhaltung ohne langwierige Lernphase. Für die nächsten drei Tage sind nun wieder die Jüngeren beim SAEK am Zug.

 

Die sechs Teilnehmer werden sich mit dem Thema "podcast" beschäftigen. Das sind Mediendateien, in diesem Fall Audiosequenzen, die zu bestimmten Begriffen aufgenommen und ins Internet gestellt werden. Diesmal soll es um besondere Tage im Jahr, wie Kindertag oder beispielsweise Valentinstag, gehen. Nach den erforderlichen Recherchen wird eingesprochen und der Text mit Musik und Geräuschen unterlegt. sr