Werbung im Vorbeifahren

Auerbach bekommt ein eigenes Schild an der A72 - und wirbt für den Waldpark im Ortsteil Grünheide, der zu den Orten mit den meisten Übernachtungen im Vogtland zählt.

Auerbach - Joachim Otto hatte die Idee mit dem Schild schon lange im Kopf. "Alle größeren Städte im Vogtland werben an der Autobahn - nur Auerbach nicht", sagt der CDU-Stadtrat und Geschäftsführer des Waldparks.
Vor einem halben Jahr habe er von OB Manfred Deckert gehört, dass ein Platz an der A72 frei sei. "Wir haben deshalb ein Büro in Dresden beauftragt, das eine Zulassung durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) besitzt." Das Büro habe bereits das Autobahnschild für die Wernesgrüner Brauerei gestaltet.
Auf dem neuen Schild sollten laut Otto Dinge deutlich werden, die das KIEZ auszeichnen, das Kinder- und Erholungszentrum, wie der Waldpark offiziell heißt, der pro Jahr 63.000 Übernachtungen zählt: Dach und Haus als Ort der Übernachtung; Nadelbäume als Zeichen des Vogtlands; Menschen, insbesondere Kinder, die aktiv sind; ein Ball als Symbol für Sport und (Fußball)Spiel.
Otto zufolge haben die Dresdner Gestalter fünf Entwürfe vorgelegt, "die ,im Dreieck‘ mit uns und dem Amt abgestimmt wurden. Wir wollten mehr Informationen auf dem Schild, das Amt weniger - und wir haben einen Kompromiss gefunden", berichtet der 59-Jährige.
Das Schild trägt den Schriftzug "Auerbach Kiez Waldpark Grünheide" und zeigt eine Frau, die an der Flying Fox (Fliegender Fuchs) genannten Seilbahn über den Waldpark saust. Zu sehen sind zudem ein Fußball, zwei Übernachtungshäuser und Tannenbäume.
Wann wird das Schild aufgestellt? "Die Schilderfirma im erzgebirgischen Beutha hat den Auftrag. Ich gehe davon aus, dass es im Herbst steht", sagt Otto. Er bedauert, dass nur Platz für ein Schild an der A72 sei und dazu auf der falschen Seite - Richtungsfahrbahn Hof, zwischen Reichenbach und Treuen. "Die andere Seite wäre uns lieber gewesen. Aber wir sind froh, dass es überhaupt klappt."    ufa