Wenn ein Schwan hinkt

Wenn ein Schwan hinkt - muss ihm geholfen werden: Das geschieht seit vorgestern im Umwelt- und Naturschutzzentrum Pfaffengut Plauen. Projektleiter Thomas Hohl und andere Mitarbeiter kümmern sich um den Schwan. Wenn der Vogel gesund ist, soll er wieder ausgewildert werden.

Der Schwan "wohnt" eigentlich in Oberlauterbach bei Falkenstein, dort, wo sich die Teiche beim Umweltzentrum des Voglandkreises (NUZ) befinden. Wie Hohl berichtet, war der Schwan von seinen Artgenossen gemobbt und schließlich von den Teichen vertrieben worden. Bei der Notlandung auf der Dorfstraße habe sich der Vogel schwer verletzt. "Den harten Aufprall auf den Asphalt hat er nicht vertragen."

Die Leute vom NUZ, Nachbarn, der ehrenamtliche Ornithologe Karl-Heinz Maier haben den Schwan eingefangen und Bauer Philipp bot dem Tier für eine Nacht Asyl im leeren Schweinestall. Dabei stellte man fest, dass der Schwan an Fuß und Flügel verletzt ist. Die Heilung braucht Zeit.

Der Kandelhof des Tierschutzvereins Plauen habe sich deshalb angeboten, den Schwan zu übernehmen. Man habe sich dann jedoch für das Pfaffengut entschieden: "In dem Gebäude der ehemaligen Fasanerie sind gute Bedingungen", sagt Hohl. Er hofft nach eigenem Bekunden, dass der Schwan schnell wieder gesund wird und in seine Heimat kann. Vermutlich werden die Besucher den Schwan nicht mehr sehen, wenn sie am 27. Mai, 16 Uhr, eingeladen sind zur Einweihung des Pfaffengut-Rundweges, einer Tour durch Haus und Hof und Umfeld: Zu sehen sind der ökologische Bauerngarten, Sinnesgarten, Gesteinsgarten, Streuobstwiese mit Aussichtspunkt und Vögel in der ehemaligen Fasanerie. Geplant ist in naher Zukunft auch eine kleine Ausstellung historischer landwirtschaftlicher Geräte.

Mitarbeiterin Ulrike Holm freut sich auf den Rundweg. Damit werde das Pfaffengut noch attraktiver für Besucher. "Wir wollen ökologisches Verständnis wecken und die Schönheiten der Heimat zeigen", sagt sie. ufa K www.pfaffengutplauen.de