Weniger Unfälle, aber mehr Verletzte

Insgesamt ereigneten sich im Vorjahr 6213 Unfälle im Vogtlandkreis, damit weniger als in den beiden Jahren zuvor. Die Zahl der Verletzten aber stieg an - neun Unfalltote und fast 1100 Verletzte weist die Statistik aus.

Falkenstein - Diese Zahlen nannte gestern die Vorsitzende der Unfallkommission des Vogtlandkreises, Constanze Ast, bei einem Vor-Ort-Termin an Falkensteins Unfallschwerpunkten. Und darunter gibt es einige, die vogtlandweit an der Spitze rangieren. Die eigentlich unscheinbar wirkende Kreuzung Plauensche Straße/ Dr.-Robert-Koch-Straße/Friedrich-Engels-Straße in Falkenstein, hat sich nach Einschätzung der Unfallkommission des Vogtlandkreises im Laufe der Jahre zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt.

Trotz eindeutiger Beschilderung "kracht" es hier immer wieder, sagt Constanze Ast. Nun seien die Möglichkeiten ausgeschöpft und Abhilfe schaffen würde nach Meinung der Fachfrau nur noch ein Umbau der gesamten Kreuzung. Dieser aber lasse sich wegen der geplanten Ortsumgehung Göltzschtal nicht mehr realisieren. Insgesamt krachte es in den letzten drei Jahren 15 Mal an besagter Kreuzung, dabei wurden auch mehrere Personen mehr oder weniger schwer verletzt.

Ein weiterer Unfallschwerpunkt befindet sich nach Angaben der Kommission gerade mal 400 Meter Luftlinie entfernt. Elf Mal kam es im Einmündungsbereich Bahnhofstraße/ Heinrich-Heine-Straße zu Unfällen, auch hier kamen mehrere Personen zu Schaden. Eine Entschärfung der Situation könne eine Einbahnstraßenregelung schaffen, nennt Constanze Ast eine ihrer Meinung nach realistische Alternative. Derzeit werde der Vorschlag noch von Falkensteins Stadtvätern diskutiert, ohne dasss sich die Abgeordneten zu einer Lösung durchringen konnten, so Ast weiter. Doch selbst diese beiden Schwerpunkte markieren noch nicht alle gefährlichen "Ecken" in Falkenstein. Auch der Bereich am Ortsausgang, Richtung Ellefeld, gehört vogtlandweit zu den Brennpunkten in Sachen Unfallgeschehen.

Beidseitig zugeparkte Randstreifen, Bushaltestellen und zahlreiche Fußgänger in diesem Bereich, führten zu drei Unfällen mit schwerem Personenschaden, zitiert Ast aus dem Jahresbericht ihrer Kommission. Doch bei allen noch bestehenden Gefahrenbereichen konnten auch Unfallschwerpunkte entschärft werden. Ast nennt als Beispiele die Plohner Kreuzung die zum Kreisverkehr ausgebaut wurde und die Kreuzung Lindenstraße /Dr. Gördeler- Straße in Rodewisch, wo Ampeln installiert wurden.

Keine Entscheidung konnte laut Ast bisher getroffen werden hinsichtlich des Unfallschwerpunktes zwischen Rodewisch und Lengenfeld. Eine doppelte Sperrlinie könnte tödliche und schwere Unfälle wie sie hier in der Vergangenheit immer wieder passierten, vermeiden helfen. pdk