Wende-Denkmal mit einstigem SED-Geld?

Ein Wende-Denkmal für Plauen soll her. Wichtig und notwendig, keine Frage. Doch woher das dafür nötige Geld kommen könnte, vermochte bisher niemand so recht zu sagen. Denn weder der Bund, der sich an der Finanzierung der Wende-Obelisken in Berlin und Leipzig beteiligt, noch der Freistaat, ließen bisher erkennen, dass sie mal eben tief in einen Fördertopf greifen würden.

Daher regte die CDU-Fraktion gestern Abend im Verwaltungsausschuss an, in Dresden Mittel aus dem ehemaligen SED-Vermögen zu beantragen. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass von den insgesamt 120 Millionen Euro etwa 40 Millionen Euro in das sächsische Konjunkturpaket fließen sollen. Um einen angemessenen finanziellen Grundstock für ein Plauener Wende-Denkmal zu legen, fordert die CDU von Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer, sich in Dresden um 0,5 bis ein Prozent dieser Summe zu bemühen, was einer Summe von 200 000 bis 400 000 Euro entspräche. Oberdorfer bezeichnete das Ansinnen als "wunderbare Idee", nicht zuletzt, wenn man sich der einstigen Herkunft des Geldes erinnere. Parallel dazu, so Oberdorfer, werde er sich nochmals zwecks Unterstützung schriftlich an einige Bundestags- und vogtländische Landtagsabgeordnete wenden.

Gleichzeitig würdigte er die Initiative der Regionalen Service Clubs, die bereits begonnen haben, Spenden für das Projekt zu sammeln. Er wiederholte seinen Vorschlag, die Stadtverwaltung möge die Regie für den Wettbewerb zur Errichtung eines Wende-Denkmals übernehmen, so die Clubs damit einverstanden seien.