Weltenbummler reflektiert Hektik

Arbeiten aus den letzten fünf Jahren seines Hobbys zeigt derzeit der vogtländische Künstler Thomas Schlott. Freitagabend wurde seine nach 2011 zweite Personalausstellung in der Forum K-Galerie in der Bahnhofstraße eröffnet.

Von Ingo Eckardt

 

Plauen - Schlott sagte zur Eröffnung, dass er sich auf Grund seiner Verbundenheit zum Team der kleinen Galerie wünsche, dass diese noch lange erhalten bleiben möge. Zu Musik des Elsteraner DJs "Fangopackung" schauten sich schon zur Vernissage rund fünfzig interessierte Besucher um und kamen mit dem Künstler auch ins Gespräch. Schlotts Schau läuft unter dem Titel "Run". "Das ist eine gewisse Anlehnung an unsere schnelllebigen Zeit. Gerade in den Großstädten Asiens, die ich ja nun sehr intensiv kennen gelernt habe, könnte es manchmal etwas beschaulicher zugehen. Ich genieße es sehr, jetzt mal anderthalb Jahre in Plauen sein zu können. Hier geht es oft auch hektisch zu, aber im Vergleich dann eben doch wieder etwas langsamer", begründet Schlott den Titel. Außer in Plauen ist der Künstler auch in Zwota nach wie vor zu Hause und nutzt die Chance, genau dort einmal richtig zu entschleunigen.
Er habe die vergangenen zwölf Jahre beinahe durchgehend in China gelebt, wo auch seine Frau her stammt. "Ich habe jahrelang Druckmaschinen für die Plamag und ihre Nachfolger aufgebaut und repariert. Aber meine Kunst habe ich immer weiter betrieben", sagt Schlott lachend und bekennt, sich von asiatischer Kunst durchaus beeinflussen zu lassen, obwohl er seinem meist großem, opulent-buntem Stil treu geblieben ist. "Ich habe viele kleinere Arbeiten in China gefertigt und mit hierher gebracht. Die großen Projekte blieben in China. Wie hätte ich die mit herbringen sollen", sagt der Vogtländer, der vor zwei Monaten Papa geworden ist. Er freue sich riesig, dass rund fünfzig Leute gekommen sind, nach so langer Zeit, in der Schlott sich rarmachte. Meist war er nur ein, zwei Mal im Jahr in der Heimat. "Es ist schwer, den Kontakt zu halten - nicht nur, weil es die Zeitverschiebung gibt. Aber man hat da in China ganz andere Sorgen als die Kollegen hier. Wir haben noch Kontakte, aber die sind oft leider nicht mehr so eng wie früher", erzählt Schlott. Dass er künstlerisch noch immer etwas zu sagen hat, zeigen seine ausgestellten Werke - darunter durchaus auch Zeichnungen und Skizzen, aber auch poppig-bunte Flachskulpturen. Bis zum 3. Februar ist die Ausstellung zu bestaunen.