Weltcup-Skispringen in Klingenthal wiederholt abgesagt

Die Fans an der Vogtland Arena in Klingenthal haben sich Donnerstagvormittag einmal mehr von ihrer Schokoladenseite gezeigt. 4123 waren gekommen, um nach der Absage vom Mittwoch die internationalen Weltklasseskispringer zu beobachten. Und das an einem Vormittag unter der Woche. Nicht wenige der Athleten versetzte das in großes Erstaunen. Allerdings machte der Wind auch gestern allen Beteiligten zu schaffen.

In fast zwei Stunden gingen nur 20 Springer in die Spur, immer wieder aufs Neue musste der Wettkampf unterbrochen werden. So kam es, wie es kommen musste: Auch aus dem zweiten Versuch, das Weltcup-Springen ordnungsgemäß über die Bühne zu bringen, wurde nichts. Der Wettkampf wurde abgebrochen. Was dann folgte, war einfach nur schön: Kein Pfiff hallte durch die Arena, die Fans feierten die Stars mit viel Beifall, die Aktiven dankten mit einer Ehrenrunde, vielen lobenden Worten und jeder Menge Autogrammen. "Klingenthal, wir kommen wieder", lautete der Tenor von Springern, Trainern und Betreuern.

Die Eintrittskarten des Skispringens behalten ihre Gültigkeit und können an einem der beiden Wettkampftage beim Weltcup der Nordisch Kombinierten am Samstag oder Sonntag eingelöst werden. Stress haben durch die Verzögerung die Organisatoren, das Areal für die kommenden Wettkämpfe in Schuss zu bringen. "Da sind jetzt Nachtschichten angesagt", so VSC Klingenthal-Pressesprecher Sascha Brand gestern. Zu den finanziellen Auswirkungen des Abbruches wollte er sich gestern nicht äußern. "Wir sind nicht blauäugig, bei einer Freiluftveranstaltung muss man immer mit so etwas rechnen und haben uns deswegen so gut es geht abgesichert", so Brand.

Bereits gestern zog der Weltcup-Tross weiter in Richtung Oberstdorf. Auch dort gibt es Probleme, wenn auch ganz anderer Natur. Das dortige Skistadion war wegen Lawinengefahr gesperrt.va