Weitere Arbeitsplätze am Logistikdrehkreuz Leipzig in Aussicht: Auch das Vogtland profitiert

Der Flughafen Leipzig/Halle hat sich - nicht zuletzt nach Ansiedlung großer Konzerne wie DHL oder BMW in dessen unmittelbarer Nähe - zu einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte der Region entwickelt. Auch auf den Arbeitsmarkt wirkt sich der Aufschwung der Region positiv aus. Jetzt soll eine Erweiterung des Flughafens noch mehr Arbeitsplätze schaffen.

Die Wege rund um den Leipziger Airport sind kurz: Dank des unmittelbaren Standorts am Autobahnkreuz A9/A14 und der zentralen Lage in Mitteldeutschland läuft der Warenverkehr rund. Der Koalitionsvertrag von Union und SPD sieht sogar vor, den Flughafen "generell als Landepunkt für den Luftfrachtverkehr" weiter auszubauen.

Die rund 11.500 Beschäftigten am Flughafen sind mit dem direkten S-Bahn-Anschluss schnell am Arbeitsplatz und wieder zurück in der Stadt. Fakt ist: Der Wirtschaftsstandort floriert. Jetzt soll ein gigantischer Neubau zwischen Hauptterminal und Auto-Kreisverkehr entstehen, berichtet die Leipziger Volkszeitung.

Der "spektakuläre" Neubau in Form eines Flügels soll auf 19.000 Quadratmetern, aufgeteilt auf 6 Stockwerke, dringend benötigten Platz für Gewerbe-, Forschungs- und Laborflächen bieten. Realisiert werden soll der Bau in Kooperation mit dem Leipziger Bauprojektentwickler KSW. KSW-Geschäftsführer Jörg Zochert erklärt die enorme Bedeutung des Standorts für eilige Logistiklösungen:

"Zum Beispiel für Medizin- und Biotechnologiefirmen, die lückenlose Kühlketten und kurze Lieferwege benötigen", sei der Standort besonders vorteilhaft. Die unteren Ebenen des Neubaus sollen für Labore und Produktion, die obere für Büroräume genutzt werden. Auf das "Apollo XI" genannte Bauvorhaben sollen weitere angrenzende Gewerbeansiedlungen folgen. Den Startschuss für weitere Arbeitsplätze macht im März 2018 ein großes Hotel mit 150 Gästezimmern.

Die Sogwirkung des Logistikdrehkreuzes Leipzig reicht bis ins Vogtland: Wir berichteten bereits, dass Plamag GmbH zum zentralen Ersatzteillager der KraussMaffei Gruppe ausgebaut werden soll. Als wichtiger Grund für den Standort Plauen und das Investitionsvolumen von 2,5 Millionen Euro wird die Nähe zum Drehkreuz am Leipziger Flughafen genannt.

Damit werden auch in Plauen neue Arbeitsplätze in der boomenden Logistikbranche geschaffen. Trotz zunehmender Automatisierung in der Lagerlogistik werden nach wie vor qualifizierte Fachkräfte benötigt, um etwa die legendäre "Ameise" zu bedienen. Unter diesem Namen führt der Hersteller Jungheinrich universell einsetzbare Hubwagen, Stapler und Hubtische. Solche Transportlösungen dürften auch weiterhin elementare Bestandteile im Lager der Zukunft sein.

Dass Fachkräfte aus der Region auch weiterhin in der Logistikbranche gefragt sind, zeigt außerdem der Bau eines neuen Logistikzentrums im Vogtlandkreis: Das Unternehmen Böllhoff, das mit 80 Niederlassungen in insgesamt 24 Ländern vertreten und der weltweit größte Hersteller für Verbindungselemente ist, will hier bis zur Inbetriebnahme Anfang 2019 das bisher größte und modernste Logistikzentrum des Konzerns errichten. Dadurch sollen allein im ersten Schritt 120 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.