Weischlitz: Tourismus benötigt kräftigen Schub

Reuth/Schönlind - "In Weischlitz muss endlich etwas geschehen, sonst kommt niemand! Es müssen neue Wege begangen werden und möglichst unter Einbeziehung der Jugend etwas geschaffen werden", begeisterte sich Elke Kick anlässlich des Touristikstammtisches in der Staudtenmühle.

Speziell im Tourismusgeschäft Stehende aus Weischlitz, dem Burgsteingebiet und Reuth hatte Heike Löffler im Visier. Nachdem die Geschäftsstelle Vogtländisches Mühlenviertel, welchem sie vorsteht, die Betreuung auf diesen Bereich ausgedehnt hat, sei es notwendig, bestehenden Nachholebedarf gegenüber dem Mühlenviertel abzubauen.

Kick hatte auch gleich einen brauchbaren Vorschlag: "Warum nicht eine Kneippanlage an einem unserer vielen Bäche? Das muss nicht gleich eine riesengroße Investition sein, für die die Gemeinde kein Geld hat. Mit einfachsten Mitteln ausgeführt, kann sie ihren Zweck auch erfüllen. Da sind lediglich Ideen gefragt und Personen, die sie auch ausführen können", führte die ehemalige, naturverbundene Lehrerin aus.

Ideen hat zum Beispiel Petra Spranger mit Leben erfüllt, die seit zwei Jahren touristisch die Staudtenmühle managt: Als gelernte Erzieherin hat sie besonders Veranstaltungen mit Kíndern ins Auge gefasst und ihre Kindergeburtstage sind ein echter Renner, wie sie sagt. Da wird gebastelt, geschminkt, gespielt und - themengerecht gegessen. Auch sonst bietet ihr Backstein-Club Ungewöhnliches, wenn sich die großen und kleinen Gäste mit ihren unterschiedlichen Wünschen bei ihr rechtzeitig anmelden, denn sie führt keine öffentliche Gaststätte.

Löffler informierte die anwesenden Vermieter von Unterkünften zur Möglichkeit ihre Ferienquartiere zertifizieren zu lassen, denn die Gäste schauen in immer größerem Maße auf die Qualität. Und auch über neue Möglichkeiten sich im Internet besser vorzustellen, gab sie Hinweise. Aus der angeregten Diskussion war erkennbar, dass die Teilnehmer an der Verbesserung ihres Status sehr interessiert sind, aber auch die Augen vor Mängeln nicht verschließen. So wurde darauf hingewiesen, dass deutliche Hinweise an dem jährlich mehrere Monate überfluteten Abschnitt des Elsterradweges im Raum Kürbitz fehlen, die berechtigt Anlass zur Verärgerung bei den Benutzern geben. va