Weischlitz: Mietausfall-Quote bei fast 20 Prozent

Weischlitz - Der Gemeinderat stellte einen Jahresabschluss für die Wohnungsbaugesellschaft mbH Plauen Land für das Geschäftsjahr 2012 mit einer Bilanzsumme von 13 013 303,52 Euro und einem Jahresüberschuss von 111 741,65 Euro fest.

Der Verlustvortrag in Höhe von 10 158 108,10 Euro und der Überschuss 2012 in Höhe von 111 741,65 Euro werden mit einer Summe von insgesamt 10 046 366,45 Euro vorgetragen. Außerdem wurden der Aufsichtsrat sowie die Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2012 entlastet. Wie Peter Forbrig von der WbG mitteilte, ist die Lage zwar nicht rosig - aber stabil. Das größte Problem ist die Wiedervermietung der Wohnungen, die Leerstandsquote beträgt derzeit 22,5 Prozent, im Jahr 2008 war diese bei 21,7 Prozent.

Der demografische Wandel macht es immer schwerer die Wohnungen im ländlichen Gebiet zu vermieten, junge Leute ziehen der Arbeit nach, nach Plauen oder gar aus dem Vogtland weg. Die Mietausfallquote beträgt seit 2008 immer etwa 19 Prozent, 2012 19,5 Prozent. In die Berechnung fallen die Kosten für Dauerleerstand, ebenso wie nicht gezahlte Mieten, welche aber hierbei, so Forbrig, einen sehr geringen Anteil ausmachen. Außerdem fallen in die Mietausfallquote ebenfalls Kosten für Zahlungs- und Räumungsklage, die bei Nichtzahlung nötig werden. Renovierungen der Wohnungen werden schon seit geraumer Zeit erst bei Mietvertragsabschluss durchgeführt.

Peter Forbrig teilte mit, dass man mit dieser Vorgehensweise sehr gut fährt, zum einen hat man keine frisch renovierten Wohnungen leer stehen und bleibt somit auf den Kosten sitzen, zum anderen kann bei der Renovierung auf individuelle Wünsche des Mieters eingegangen werden. Bürgermeister Steffen Raab: "Ich kann nur immer wieder anregen, Werbung für unsere Gemeinde zu machen, die so genannte Platte ist, gerade in unserer Gemeinde, längst nicht so schlecht, wie ihr Ruf."

Die Wohnungsbaugesellschaft mbH Plauen Land versucht ständig mit der guten Infrastruktur in Weischlitz Werbung zu machen, dennoch funktioniert dies nicht an allen Stellen. Perspektivisch soll bei Neuvermietungen darauf geachtet werden, ob eventuell Etagen, Eingänge und sogar Blöcke leer gezogen werden können, sodass Kosten gespart werden können. Ein Abriss ganzer Blöcke so wie anderen Orts, kommt in der Gemeinde derzeit mangels Fördermittel nicht in Frage, dennoch soll diese Option nicht aus den Augen verloren werden. Des Weiteren überlegt man, laufende Kredite eventuell aus liquiden Mitteln zu tilgen, um von den Zinszahlungen runter zu kommen. J.S.