Weischlitz: Leute der Wiesenstraße haben Nase voll

40 Anwohner der Wiesenstraße in Weischlitz fordern mit ihrer Unterschrift Änderungen in ihrem Wohngebiet. Im Umfeld der Wiesenstraße, dort beim Garagenkomplex, lärmen Jugendliche. Sie hinterlassen Unrat, erledigen ihre Notdurft hinter den Garagen. In den Sommermonaten gehen die "Partys" nachts bis 3 Uhr. "Sauerei", sagen die Anwohner und: "So geht es nicht mehr weiter."

Mit diesem Hilferuf schilderte der Anwohner Peter Pätz die Situation zur Sitzung des Gemeinderates Weischlitz. Bürgermeister Steffen Raab nahm die Sache ernst. Er versprach, nach Möglichkeiten zu suchen, das Problem zu lösen.

Peter Pätz war jedoch noch nicht am Ende: "Bei den Partys werden die Einfahrten zu den Garagen zugeparkt. Wenn du rein willst, sagen sie: "Was willst du Alter, zieh Leine!" Bei der Gemeindeverwaltung dürfte das Treiben an der Wiesenstraße bekannt sein. Pätz hatte mit einem Schreiben vom 3. September an die Gemeinde auf die Situation aufmerksam gemacht. Bis heute bestehe dazu seitens der Verwaltung Funkstille. Auch an den Bürgerpolizisten Stefan Lutze sind die Leute von der Wiesenstraße herangetreten. "Der Mann sagte mir, ich habe ab 16 Uhr Feierabend", sagte Pätz. Der Bürgermeister schränkte ein: "Der Bürgerpolizist kann nicht jeden Tag und jede Stunde anwesend sein."

Wenn nachts gelärmt wird, kann doch die Polizei gerufen werden, kam es aus den Reihen des Gemeinderates. Pätz erwiderte: "Das haben wir gemacht, da kommt doch keiner raus." Gemeinderat Eberhard Heidel (Kürbitz) meinte, die Leute der Wiesenstraße kennen doch die Kinder und Jugendlichen. Deshalb sollte man mit Namen und Adressen arbeiten.

 

Gemeinderat Uwe Müller (SPD) schlug vor, der Jugendklub sollte Kontakt zu den Jugendlichen der Wiesenstraße suchen. Damit könnte sich die Situation entspannen lassen. Neben den nächtlichen Partys von Jugendlichen im Sommer laufen in der kalten Jahreszeit vor den Haustüren in der Wiesenstraße die Motoren der abgestellten Lkw warm. Anwohner Pätz: "Morgens um fünf Uhr geht die Chose los. Geht man zu den Fahrern, lachen sie dich aus."

Bürgermeister Steffen Raab will sich der Sache annehmen. Dazu sollten der Gemeindeverwaltung die Kennzeichen der Fahrzeuge benannt werden. Pätz: "Das haben wir bereits getan. Das Ergebnis ist gleich Null."