Weihnachtsmarkt trotz Imagegewinn Zuschussgeschäft

Plauen - Der Aufbau für den Plauener Weihnachtsmarkt 2010 hat begonnen. Am Montag wird auch bereits der große Weihnachtsbaum auf dem Altmarkt aufgestellt.

 

Bei Sonnenstrahlen vom blauen Himmel, milden Temperaturen und unter stürmischen Bedingungen hat auf dem Altmarkt der Aufbau für den Plauener Weihnachtsmarktes 2010 begonnen. Einer der ersten war Uwe Zeithammel (Bild). Er wird unter anderem original Thüringer Rostbratwürste verkaufen. Die Programmhöhepunkte und Eckdaten des Marktes sind gestern im Rathaus offiziell vorgestellt worden. Eröffnet wird der größte Weihnachtsmarkt des Vogtlandes am 25. November. Neben Rupperich, Wattefrau und Bornkinnel ist auch das Christkindl aus der österreichischen Partnerstadt Steyr wieder dabei.

 Der Markt erstreckt sich vom Altmarkt über die Herren- und Rathausstraße bis zum Klostermarkt und wird in diesem Jahr auch mit einigen Neuerungen aufwarten. Erstmals können sich die Besucher mit dem Christkindl und dem Plauener Weihnachtsmann fotografieren lassen. Mit 70 Buden wird es mehr Händler als 2009 geben. Auf dem Altmarkt werden zusätzlich Buden aufgebaut. Erstmals dabei ist ein Anbieter aus Finnland. Er verkauft "arktischen" Honig.

 

Aber auch ostpreußischen Baumkuchen und Lauschaer Glas oder Plauener Spitze wird es geben. Neu ist auch, dass erstmals die schönste Weihnachtsmarktbude gesucht wird und immer 20 Uhr ein "Feierabendlied" den Markt beenden wird. Schnell müssen die Fans der Glühwein-Sammelbecher sein. Unter den insgesamt rund 8000 Tassen werden nur 4500 Sammelbecher sein, die in diesem Jahr das Malzhaus um 1900 zeigen.

 Die Stadt will den vierwöchigen Weihnachtsmarkt künftig noch attraktiver und vor allem uriger gestalten. So werden die bisher großen Marktschirme durch mehrere neutrale kleinere Schirme mit Glühweintischen ersetzt. Im kommenden Jahr sind dann auch nur noch Holzbuden zugelassen, um den Charme des Marktes, für den überregional geworben wird, zu erhöhen.

 

 Der Weihnachtsmarkt ist für die Stadt ein großer touristischer Faktor und Imagegewinn. Kostendeckend sei er aber nicht, sagt Ordnungsamtschef Wolfgang Helbig. Etwa 25 Prozent der Kosten müssen jährlich zugeschossen werden. Allein der Aufbau des Marktes mit Unterstützung der Feuerwehr koste fast 15000 Euro. Stärker kontrolliert werden sollen in diesem Jahr die Händler. Bei Nichtbeachten der Vorschriften gebe es symbolisch Gelbe und Rote Karten, meint Helbig.   mar

 

Service

 

Bis zum 22. Dezember hat der Markt montags bis freitags von 10 bis 20 Uhr, am Samstag bis 21 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Jeden Nachmittag kommt der Plauener Weihnachtsmann. Auf der Bühne gibt es täglich ein weihnachtliches Unterhaltungsprogramm. Am 11. Dezember findet das 9. Moosmanntreffen statt.