Wege zum Kegelberg

Beim "Bergsommer" bewiesen die Erlbacher: Viele (interessante) Wege führen zum Gipfel - auch ein neuer Wanderweg.

Von Katrin Mädler

Markneukirchen/ErlbachSie wählten nicht den einfachsten Weg: Norbert Dick vom Wintersportverein (WSV) Erlbach und rund 30 Wanderer entschieden sich am Samstag für eine besondere Route, um zum Erlbacher Bergsommer auf den Kegelberg zu gelangen. In zweieinhalb Stunden liefen sie vom Fuße des Kegelberges vorbei an den Dreirain-Steinen, wie die Grenzsteine genannt werden, in das tschechische Pocátky (Ursprung) und in einer großen Kurve zum Hinteren Kegelberg zurück. "Der Anlass ist ein neu ausgeschriebener Wanderweg, der hier über die deutsch-tschechische Grenze führt. Wir kommen an einigen, interessanten Punkten vorbei", verriet Norbert Dick.
Die Wanderer überquerten unter anderem die Grenze in der Nähe der Schwarzbachquelle, die dem Tal rund um Markneukirchen den Namen gibt.
Auch ein Panoramablick oberhalb von Pocátky gehörte dazu. Der inzwischen ausgeschilderte Wanderweg, der laut Norbert Dick als Elstergebirgs-Kammweg bezeichnet werden könnte, sei eine Gemeinschaftsproduktion von Markneukirchen und dem tschechischen Wanderverein aus Luby (Schönbach). "Die Tschechen haben den Wanderweg teilweise neu verlegt."
Die Runde umfasst auch einen Teil eines alten Kammweges, der über einhundert Jahre alt sein soll. "Glücklicherweise konnte dieser nun wiederbelebt werden", so Dick. Die anderen Wege zum Erlbacher Bergsommer und zu der Hütte, die in rund 755 Meter Höhe liegt, waren nicht weniger spektakulär: Einige entschieden sich für die Mountainbike-Strecke, die am Aussichtspunkt Hoher Stein vorbeiführt, mit einem überwältigenden, romantischen Blick ins Tal. Norbert Dick verriet:
Andere wählten den geheimnisvollen Pascherpfad, der als Wanderweg an eine Route erinnert, die früher Grenzschmuggler genommen haben.
Der Ausbau der zahlreichen Wanderwege rund um Erlbach soll das Wintersportgebiet auch im Sommer beleben, hofft Norbert Dick als Vorsitzender des WSV. Welche Route die zahlreichen Gäste auch wählten:
Am Ende genossen sie die verdiente Stärkung in der Berghütte oben, die das Zentrum des Erlbacher Bergsommers bildete und deren Beleuchtung lange in die Augustnacht strahlte.