Weberhäuser Plauen findet Lösung

Plauen - Seit Monaten bereiten bauliche Fragen Margitta Schier in den Weberhäusern Kopfzerbrechen. Ein Teil der oberen Etage wurde vorübergehend gesperrt, da bestimmte Auflagen erfüllt werden sollen. Jetzt fand eine Beratung von Denkmalschutzbehörde, Bauaufsicht und Zuständigen des Brandschutz vor Ort statt.

 

Der bisher geplante Brandschutzbalkon über die gesamte Rückseite der vier Häuser könnte nun durch eine kostengünstigere Variante ersetzt werden. "10 000 bis 15 000 Euro hätte der Bau gekostet. Das hätten wir als Verein wahrscheinlich nicht selbst stützen können", weiß die Vorsitzende des Unikat-Vereins Margitta Schier. Denkmalschutzbehörde und Bauaufsicht verständigten sich nun auf zwei Fluchttreppen. Um diese in die Optik der Häuser einzupassen, sollen sie aus Holz sein. Ein Bauunternehmen gab bereits einen Kostenvoranschlag ab. "Es ist ein fairer Preis und wir hoffen das nun selbst finanzieren können. Anderenfalls müssten wir wohl einen Spendenaufruf starten", gibt die Frau aus dem "Hexenhäuschen" zu verstehen.

Der Eigentümer der Häuser muss nun die Lagepläne vorlegen und das Brandschutzkonzept neu überarbeiten. Da dieser derzeit im Urlaub ist, wird das wohl noch eine Weile dauern. Auch eine konkrete Entscheidung der Stadt steht noch aus. Es wurde darüber gesprochen zwei der Häuser aufzukaufen. Die grundsätzliche Bereitschaft habe das Rathaus signalisiert, mache es jedoch auch von einem Gutachten abhängig. "Wie von Bürgermeister Uwe Täschner gefordert haben wir als Unikat-Verein ein Nutzungskonzept vorgelegt. Dabei sollten die Aktivitäten auf eine kleinere Fläche umgeschrieben werden. Was in dem Gutachten steht und ob es überhaupt zu einem Kauf kommt, darüber habe ich keine Informationen", so Margitta Schier. Im Moment sind vier Werkstätten und ein Museum auf vier Häuser am Mühlgraben verteilt.

 

Bei einer Verkleinerung würde auch ein Stück des besonderen Flairs verloren gehen, denn wo heute getöpfert, gefilzt und mit Holz gearbeitet wird, waren auch schon früher die Handwerker so zu Gange. Eine weitere Auflage seien selbstschließende Türen. Schier freute sich besonders über das Entgegenkommen des Brandschutzmeisters der zustimmte, die Türen mit Steinen zu versehen. Somit schließen sie von selbst und sind gleichzeitig noch ein wirklicher Hingucker in den urigen Gemächern. Außerdem wird das gegenüberliegende Gartengrundstück hergerichtet, das künftig bei Veranstaltungen mit genutzt werden soll.

 

"Ich bin guter Dinge und schaue dem Geschehen optimistisch entgegen. Wenn alles so klappt und die Auflagen mit den baulichen Veränderungen erfüllt sind, dann können wir vielleicht sogar noch vor Weihnachten wieder alle Räume nutzen", wünscht sich die gute Seele des historischen Stückchen Plauens. sr