Weberhäuser Plauen erfüllen nun Brandschutzauflagen

Plauen -Nach gut zwei Jahren können in den Weberhäusern Plauen bald wieder die oberen Räume genutzt werden. Bauarbeiter setzten die Brandschutzauflagen derzeit um.

 

 In den Weberhäuser tut sich was. Derzeit sind Baufirmen damit beschäftigt, die hohen Auflagen der Brandschutzbehörde umzusetzen. Für die oberen Räume besteht seit gut zwei Jahren eine Nutzungsunterlassung. Eine erhebliche Einschränkung für die Vereinsarbeit, sagt Margitta Schier vom betreibenden Unikat Verein. Damit soll im Frühjahr Schluss sein: "Wir hoffen, ab April wieder in den oberen Räumen zu arbeiten."

 Die umfangreichen baulichen Veränderungen machen einen Eingriff in die historische Bausubstanz der drei kleinen Häuser unumgänglich. So werden derzeit an der Außenfassade zwei Fluchttreppen aus den Obergeschossen angebracht. Im Innern der Gebäude sind bereits Durchgänge vermauert, Brandschutzwände eingezogen und verschließbare Türen zwischen den einzelnen Räumen eingebaut worden. Die Treppen haben zudem für mehr Sicherheit Geländer bekommen. Auch weitere Sanitärbereiche in den Häusern seien geplant. Durch den baulichen Wandel sind die Gebäude nun nicht mehr mit einander verbunden und können nur noch jeweils von außen betreten werden.

 Finanziert werden die Umbauarbeiten von Eigentümer Matthias Oertel. Der Bauingenieur nahm sich im letzten Jahr den Problemen an. Lange war unklar, wie es mit den oberen Räumen weitergeht. Der Verein selbst hätte den finanziellen Aufwand nicht stemmen können. Gemeinsam wurde sich darauf verständigt, den langjährigen Nutzungsvertrag in einen Mietvertrag umzuwandeln. Dieser läuft seit Anfang des Jahres und ermögliche die Maßnahmen. Eine finanzielle Unterstützung kommt auch von der Stadt Plauen, sagt Margitta Schier.

 Auch einiges Neues ist in diesem Jahr in den Weberhäusern geplant. Im Holzhaus soll in den oberen Räumen eine museale Werkstatt eingerichtet werden. Die Vereinsmitglieder wollen zeigen, wie der Arbeitsplatz von "Holzpantoffel-Mann" Max Reinhardt, der vor über 100 Jahren in dem Haus wohnte und arbeitete, ausgesehen hat. Zwei original Holzschemel sollten ebenfalls einziehen, diese wurden aber gestohlen, sagt Schier. Sie hofft, dass sich die Diebe eventuell wieder melden. Darüber hinaus suchen der Verein für die Einrichtung der Werkstatt ein kleines altes Plüschsofa und zwei kleine Wäscheschränke.