"Wasser-Männer" stellen sich Bürgern in Reuth

Es ist kaum zu verstehen. Beinahe in jeder Ratssitzung spielt das Thema Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland (ZWAV) und die bis zum Jahr 2015 zu realisierenden Umbauten der privaten Kläranlagen auf vollbiologischen Standard eine Rolle.

 

Doch wenn der ZWAV seine Kollegen zur Aufklärung und Information vor Ort schickt, kommt kaum ein Bürger. So am Dienstag in Reuth. Nur fünf Bürger suchten zwischen neun und 17.30 Uhr das Gespräch mit Andreas Pfante. Davon wohnen zwei noch nicht einmal in Reuth, sondern im Burgsteingebiet. Der Verantwortliche für die Förderangelegenheiten beim Umrüsten von Kleinkläranlagen auf Vollbiologie hatte also nicht eben viel zu tun.

 

Dabei hätten es rund 210 Bürgerinnen und Bürger sein können, die Rat suchen. So viele Einwohner in Reuth und den Ortsteilen nämlich sind es, die nicht an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen werden und sich privat um eine biologische Lösung bemühen müssen.

Vogtlandweit sind es noch etwa 14 000 Grundstücke, die nicht zentral versorgt werden können und bis 2015 private Lösungen anstreben müssen. Pfante resümierte im Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger, dass bereits 370 Grundstückseigner die Umstellung ihrer Kläranlagen realisiert haben. Weitere rund 650 Anträge oder Anfragen liegen vor. Der nächste Informationstag im Plauener Raum findet am 4. August von neun bis 17.30 Uhr im Elsterberger Rathaus statt.  mam