Was brauche ich, um Fluglotse zu werden?

Plauen - "Ich möchte studieren." Mit dieser Entscheidung beginnt für viele junge Leute die Qual der Wahl. Es gilt, aus dem breiten Angebot der Studiengänge, den unterschiedlichen Hochschularten und Zugangsbedingungen auszuwählen. Um diese Planungen möglichst langfristig zu treffen, bot das Plauener Arbeitsamt am Sonnabend zum zweiten Mal einen "Hochschulinformationstag" an.

 Der Zuspruch war rege. Vier Stunden lang wurden die 42 Hochschuleinrichtungen, die sich und ihre Studiengänge vorstellten, umlagert. Großes Interesse galt den Berufsakademien und den Universitäten. Die Organisatoren vom Arbeitsamt freute es. "Ich gehe davon aus, dass wir mindestens die Zahl von 1300 Interessenten des Vorjahres wieder erreichen werden", so Amtsleiterin Helga Lutz. Fachvorträge befassten sich mit medizinischen, technischen oder sozialpädagogischen Studienrichtungen. Daneben gab es Informationen zur Finanzierung des Studiums. Offensichtlich stark interessierte das Berufsbild des Fluglotsen, welches in maximal drei Jahren erlernt werden kann.

 Neu war sicherlich für die Zuhörer, dass eine gute Englischnote dort die einzige mit verstärktem Wert ist. Georg Haaser von der Deutschen Flugsicherung GmbH erläuterte die Auswahlverfahren, zu welchen eine flugmedizinische Tauglichkeit kommen muss. "Eine Brille ist kein Problem. Doch wer farbenblind oder schwerhörig ist, kann diesen Beruf nicht erlernen." Sicher nicht zuletzt wegen einer hohen Ausbildungsvergütung und relativer Sicherheit als Beamter war auch Polizeioberkommissar Volker Wotzko ein viel gefragter Mann.  Stephanie Döhling aus Plauen interessierte sich für ein Studium mit Ziel einer gehobenen Laufbahn bei der Bundespolizei. Illusionen, nach drei Studienjahren sofort im kriminaltechnischen Dienst aktiv zu werden, musste er vielen Interessenten nehmen. "Natürlich ist eine Qualifizierung in diese Richtung möglich. Doch die Grundausbildung ist für alle gleich." Er betonte, dass mit dem Beruf zwei Dinge untrennbar verbunden sind. Zum einen die Identifikation mit dem Staat, zum anderen eine unbedingte Bereitschaft, bundesweit eingesetzt zu werden.