Wann gibt es wieder solche Bilder?

Der Sommer steht vor der Tür, in Plauen sind die Freibäder gerüstet. Öffnen dürfen die Badeanstalten corona-bedingt allerdings noch nicht.

Von Frank Blenz

Plauen "Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und nüscht wie raus an Wannsee", heißt eine bekannte Refrainzeile über die große Lust, baden zu gehen. "Für die Plauener besteht ab heute wieder die Möglichkeit mitten in der Stadt sich wie ‚Fische im Wasser zu tummeln‘ (so geht der Liedtext auch) - das Freibad Preißelpöhl, von den Einheimischen liebevoll Naddel genannt macht wieder auf." Stopp. Die Zeilen entstammen einem Artikel aus dem Jahr 2018, als tatsächlich die neue Badesaison begann, und Bademeister Mario Weich damals optimistisch verkündete dass das Bad tipp topp in Ordnung und alles bestens vorbereitet sei. "Das Wasser ist frisch, die Filter sind neu."
Und in diesen Tagen? Die beiden Plauener Freibäder in Haselbrunn und Preißelpöhl sind geschlossen. Zur Information der Bürger steht auf der Internetseite der Stadt Plauen: "Freibäder.bleiben vorerst bis mindestens 3. Mai geschlossen, ein Öffnungstermin ist nicht bekannt. Bisher wurden und werden die Freibäder für einen eventuellen Saisonstart vorbereitet. Dadurch wird gewährleistet, dass bei einer genehmigten Öffnung durch die Bundesregierung ein kurzfristiger Start möglich ist." Der 3. Mai ist vorüber, aktuelle Infos nicht zu bekommen. Mit der Freizeitanlagen Gesellschaft, zuständig für die Bäder, gelingt keine Telefonverbindung.
Der Förderverein des Bades in Haselbrunn ist eine weitere Anlaufstelle für Neuigkeiten, einer seiner Aktivisten ist "Wenn es nach uns geht, sollten die Bäder spätestens im Juni geöffnet werden, und das vor allem aus einem Grund", sagt der Geschäftsführer des Fördervereins Freibad Haselbrunn, Prof. Dr. Bernd Märtner. "Gerade das Freibad in Haselbrunn bietet so viel Platz, dass alle Auflage der Einhaltung von Hygiene und Sicherheit gewährleistet werden können." Öffne man die Freibäder nicht, dann gehen die Menschen woanders baden, an Seen, dorthin, wo solche Sicherheitsmaßnahmen nicht möglich sind", fügt Märtner an. Der Fördervereinschef vertritt zudem die Ansicht, dass vor allem die jungen Leute "raus in die Natur müssen", "Die können nicht bis sonst wann zu Hause festgehalten werden", ist er überzeugt. Das Freibad Haselbrunn ist jedenfalls herausgeputzt. "Gerade die in den letzten Monaten nach historischem Vorbild sanierten Umkleidekabinen sind es wert, dass das Bad bald wieder genutzt wird", so Märtner, der mit weiteren 70 Mitgliedern im Förderverein seit vielen Jahren tätig ist.