Wanderweg um die Pöhl in Sicht

Für 3,5 Millionen Euro soll zwischen der Tourist-Info und Thoßfell der erste Teil des Talsperrenrundweges entstehen.

Möschwitz/Pöhl - Christian Granetzny vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Plauen stellte zur Zweckverbandsversammlung Talsperre Pöhl am Mittwoch den Vorentwurf für den Radweg um die Talsperre Pöhl vor. Nach einer 2011 angefertigten Studie wird jetzt in die Planung gegangen. Die Trasse wird überwiegend auf vorhandenen Straßen und Wegen geführt. Zahlreiche Anbindungen an vorhandene bzw. noch zu bauende Radwege sind geplant.

Als neue Aufgabe wurde die Integration von Informations- und Aktionsflächen rund um den Stausee genannt. Vor allem beim Bau der Aktionsflächen sollen Physiotherapeuten einbezogen werden, um ausgewogene Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen. Insgesamt 29 touristische Gewerbebetriebe, wie Gaststätten, Vermieter und Sportmöglichkeiten, werden einbezogen.

Der Bauingenieur ging auf den ersten Bauabschnitt zwischen der Tourist-Info und dem Friedhof in Thoßfell ein. Man habe sich bewusst für diese Strecke entschieden, da auf der gegenüberliegenden Stauseeseite bereits zahlreiche radfähige Wege vorhanden sind und auf der Strecke das touristische Zentrum liegt. Der Ausbau auf die geforderten 2,50 Meter ist auf den über sieben Kilometern größtenteils ohne größere Aufwendungen möglich.

In Altensalz soll die Kreisstraße mit einer Deckensanierung versehen werden. Die Alte Möschwitzer Straße muss grundhaft ausgebaut werden, erklärte Granetzny. Weitere zwei kompliziertere Teilstrecken müssen noch beachtet werden. Vor dem Campingplatz Voigtsgrün führt der Weg durch den Wald am Hang entlang. Hier muss der Weg verbreitert und ein Teil des Hanges abgetragen werden. Für diese Arbeiten auf dem 200 Meter langen Stück gebe es keine Einwände durch die Eigentümer und Ämter.

Ein weiteres Problem stellt die Querung der Vorsperre in Höhe Altensalz dar. Hier führen Treppen auf beiden Seiten auf die Staumauer und das Geländer ist für Radfahrer zu niedrig. Während der Sitzung wurde der Vorschlag, diesen kurzen Abschnitt als "Schiebestrecke" auszuweisen angenommen. Christian Granetzny erklärte, dass die reinen Baukosten reichlich 2 Millionen Euro betragen werden. Hinzu kommen Kosten für Vermessungen und Vermarkungen, eventuellen Grundstückserwerb, Neupflanzungen und Beleuchtung. Er sprach von einem zweijährigen Zeitrahmen. "Es ist das gleiche Genehmigungsverfahren wie für eine Autobahn." Man baue schließlich eine Straße. In den kommenden Monaten sind noch landwirtschaftliche Begleitpläne anzufertigen, die Umweltverträglichkeit zu prüfen und Gespräche mit Ornithologen und dem Umweltamt zuführen. ker