Wanderer auf dem Genusspfad

Weischlitz/Rosenbach -  "Zwischen den bestehenden Wanderwegen im Gebiet des Vogtländischen Mühlenviertels und des Burgsteingebietes gibt es seit dem Ostersamstag eine neue Verknüpfung", sagte Heike Löffler als Geschäftsführerin des Vogtländischen Mühlenviertels und des Burgsteingebietes: Der "Genusspfad ,Vogtlands Früchte' " beginnt am Vogtland Panoramaweg in Kobitzschwalde, der dort im Weischlitzer Ortsteil an der Puffermanufaktur "Schellenberg" vorbeiführt, und im Rößnitzer Eichigt am Wanderweg von Kürbitz nach Mehltheuer endet. 
Das 20. Geschäftsjubiläum von Sylvia Schellenberg war Anlass, den Weg mit einem Hoffest zu eröffnen. Der Weg ist kaum fünf Kilometer lang, aber er erschließt dem Wanderer die Landschaft in einer völlig anderen Sichtweise - egal , ob er vorher oder nachher die Pilzspezialitäten von Sylvia Schellenberg und ihrem Lebensgefährten Helmut Lieg genießt. Der Genusspfad führt hinunter nach Kloschwitz, dort an der Kirche vorbei weiter am Verbindungsweg nach Rößnitz entlang um bald zur Streuobstwiese im Eichigt abzuzweigen, mit der dauerhaft der Gesteinsabbau im Gelände verhindert werden soll. 
Manfred Hentrich hat sich seit zweieinhalb Jahrzehnten den Erhalt der Natur auf sein Schild geschrieben. Als bisher letzte Maßnahme hat er, maßgeblich durch den Vorsitzenden der Kürbitzer Agrargenossenschaft unterstützt, einen 300 Meter langen und zehn Meter breiten Streifen am Rand des Geländes für eine Bienenweide vorbereiten lassen, um den Insekten verlorengegangenen Lebensraum wieder zu geben. "Dazu bedarf es der Unterstützung von Naturfreunden, die sich an den Kosten für die Aussaat von Blühpflanzen in diesem Streifen einbringen. "Dort wird dann jährlich nur einmal gemäht, um dem Verlust der Artenvielfalt etwas entgegenzusetzen", sagt er. 
Zurück in Kobitzschwalde zeigte sich, das die Bewerbung des Ereignisses ihre Früchte getragen hatte: Mehr als 100 Besucher waren schon kurz vor 12 Uhr auf der Suche nach Essbarem und Informationen.Sie wurden sowohl durch einen Stand der Bürgerinitiative zum Erhalt des Gold- und Rosenbachtales als auch dem Angebot des Hauses zufrieden gestellt. 
Hagen Weiß aus Zwickau bot für die Kinder das Bogenschießen und eine Reihe von Gegenständen aus seiner Werkstatt an, die Bezug zum Mittelalter hatten und zur Hilfe für die Selbsthilfe hatte Steffen Janke aus Schönberg einen Korb mit Urkartoffeln gestiftet, die von den Besuchern in ein vorbereitetes Gelände mit mehreren Furchen gelegt werden konnten. An Hand der Markierung der Stelle soll den Nutzern dieser einmaligen Aktion bei späteren Besuchen vor Augen geführt werden, wie sich gerade "ihre" Kartoffel entwickelt.     jpk