Waldjugendspiele wegen Schafskälte im Zelt

Die Schafskälte, die bereits mehrere Freiluftveranstaltungen in Bedrängnis brachte, machte auch den diesjährigen Waldjugendspielen zu schaffen und bannte die Traditionsveranstaltung, die bereits zum 14. Mal stattfindet, von der freien Natur in das Großzelt an der Vogtland Arena.

"Wir konnten bei Regen und Temperaturen von sechs Grad Celsius den Kindern und Standbetreuern einfach nicht zumuten, vier Stunden im Freien zu verbringen, deshalb die Zeltvariante" so die Verantwortliche vom Staatsbetrieb Sachsenforst, Marie Stransky.

Den Spielen rund um Wald, Holz und Natur tat es keinen Abbruch. Die zehn Stationen hatten die fleißigen Helfer vom Forstamtsbezirk Adorf zusammen mit ihren tschechischen Kollegen rasch aufgebaut. Denn seit zehn Jahren sind Grundschüler aus dem benachbarten Kraslice fest in die Spiele integriert. Mit dem Waldjugendspielen soll das Grundprinzip "Nutzen des Waldes im Einklang mit der Natur" möglichst praxisnah vermittelt werden.

"Das Verknüpfen von Erlebnis und Erkenntnis auf spielerischer Weise halten wir dabei für den richtigen Weg", so Marie Stransky. Auf dem Programm standen das Erkennen und Ertasten im Wald vorkommender Gegenstände wie Zapfen, Moos und Rinde, Bäume und ihr Holz, die Rolle des Waldarbeiters und was auf keinen Fall in den Wald gehört.

Am Ende gab es dafür Punkte. Die Nase vorn hatten die "Eulen" mit 183 Punkten, vor den "Falken" mit 178 Punkten und den Drittplatzierten, den "Spechten" mit 157,5 Punkten. Neben den Urkunden die Landrat Dr. Tassilo Lenk zusammen mit Klingenthals Bürgermeister Enrico Bräunig übergab, durfte sich die Waldjugend über nützliche Dinge wie Rucksack und Lupe freuen.

Landrat Lenk lobte die Waldjugendspiele, die zusammen mit dem benachbarten Forstamtbezirk in Tschechien durchgeführt werden, als eine nachhaltige Veranstaltung zum Schutz des Waldes, der über Ländergrenzen hinweg ein Teil unserer gemeinsamen Umwelt ist, die es für nachfolgende Generationen zu erhalten gilt.