Wahlpanne in Plauen: Stimmzettel waren falsch

Im Wahllokal in der Friedensschule passierte am Sonntag zur Landtagswahl eine Panne, die aber keinerlei Auswirkungen auf den Wahlausgang habe, wie Wahlleiter Steffen Kretzschmar betonte.

 

Neun Wähler hatten nach seiner Aussage auf Grund falscher Stimmzettel nicht für die Plauener Direktkandidaten (Wahlkreis 1) abstimmen können. Stattdessen erhielten sie einen Stimmzettel, auf denen die Direktkandidaten des Wahlkreises 3 Vogtland standen. "Wir hatten von der Druckerei die zu jeweils 500 Stück abgepackten Stimmzettel erhalten. Um den Wählern behilflich zu sein, haben die Wahlhelfer die Scheine - rund 60 000 insgesamt - vorgefalzt. Dabei sind die in den Kartons obenauf liegenden Scheine kontrolliert worden, ob es die richtigen sind. Aber alle genau unter die Lupe zu nehmen, war unmöglich", erklärte Kretzschmar.

 Bereits vor der Auszählung hätte ein Anruf eines Ehepaars, das zu verschiedenen Zeiten im Wahllokal in der Friedensschule war, und beim Gespräch zu Hause unterschiedliche Direktkandidaten nannte, die Wahlleitung hellhörig werden lassen. "Wir haben sofort in allen Wahllokalen die Stimmzettel prüfen lassen. Bis auf das in der Friedensschule gab es keine falschen Zettel. Dort haben die Wahlhelfer weitere 20 vor der Stimmabgabe aussortieren können", erklärte der Wahlleiter. Neun fanden die Wahlhelfer am Abend bei der Auszählung in der Wahlurne. Gezählt werden konnte bei diesen nur die Zweitstimme. Die Erststimme wurde als ungültig gerechnet. "Eine zweite Wahlhandlung ist nicht möglich. Gewählt ist gewählt, auch wenn die Betroffenen berechtigt sauer waren. Es war auch für uns eine unvorhersehbare Panne", entschuldigt Kretzschmar.

Bei der Wahl der Direktkandidaten trennten am Ende im WK Plauen 123 Stimmen den Sieger Frank Heidan (CDU) und den Zweitplatzierten Wolfgang Hinz (Linke). Damit ist der Abstand rein rechnerisch größer, als die neun durch die Panne vorenthaltenen Stimmen - von denen auch kein Außenstehender weiß, für wen sie abgegeben worden wären. M. T.