Wahl-Stichproben von Infratest im Vogtland

Reichenbach - Die ARD (wie andere auch) will?s genau wissen - und vor allem eher: Deshalb haben die Fernsehmacher das Meinungsforschungsinstitut "Infratest dimap" um Prognosen, Hochrechnungen und Analysen gebeten. Eine Grundlage der Wahlberichterstattung bildet die Wählerbefragung am Wahltag.

 

Im Vogtland befragten dazu gestern Korrespondenten vor 14 der 271 Wahllokale Wähler. In Reichenbach, im Wahlbüro "Textilschule", tat Roswitha Felgner Dienst, eine freiberufliche Marktforscherin aus Mühltroff. Sie bat die Wähler, nach der Abgabe ihrer echten Stimmzettel, noch einmal zu "wählen", das heißt, anonym einen kurzen Fragebogen zu ihrer Wahlentscheidung auszufüllen. Auf ihren anonymen Erfassungsbogen sollten die Wähler nochmals Kreuzchen machen - und Angaben tätigen zu Schulabschluss, Berufstätigkeit, Gewerkschaftsmitgliedschaft, Religion, zum Zeitpunkt der Wahlentscheidung und vergangenem Wahlverhalten.

Diese Angaben - zusammengetragen aus ganz Deutschland - sind Grundlage für Aussagen über Parteien-Prozente und Wähler-Wanderungen.  Kreiswahlleiterin Cornelia Panzert zufolge hat das Vogtland am Abend außerdem ein Fax mit dem Vogtland-Ergebnis an "Infratest dimap" der ARD gesandt und an die Forschungsgruppe Wahlen des ZDF.

Die ZDF-Forschungsgruppe war während der Wahl gestern nicht im Vogtland aktiv - aber im benachbarten Schönheide. Freie Mitarbeiter des in Mannheim ansässige Institutes sammelten am Wahllokal im Schwarzwinkel Daten für die abendlichen Prognosen im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) zur sächsischen Landtagswahl. Insgesamt wurden in 140 zufällig ausgesuchten Orten in Sachsen Wähler gebeten, ihre "Kreuzle" nochmals zu machen.  e.m./ufa