Wärme in Herzen gezaubert

Wärme in die Herzen der Zuschauer zauberten mit dem Programm "Märchenhafte Weihnacht" Stefanie Hertel zusammen mit Vater Eberhard und Ehemann Lanny Lanner sowie Tochter Johanna Mross als Überraschungsgast im zweiten Teil des Familienkonzerts im König Albert Theater.

Von Steffen Adler

Bad Elster Eine besondere Überraschung hielt das Konzert vor allem für die 106-jährige Anna Seidel aus Bärendorf bereit. Die älteste Vogtländerin und zugleich vermutlich auch älteste Einwohnerin von Sachsen ist schon viele Jahrzehnte ein großer Fan von Stefanie und Eberhard Hertel und bekam eine Karte zum Besuch der Weihnachtsveranstaltung zu ihrem 106. Geburtstag am 9. November geschenkt.
Ganz herzlich wurde sie auch von Stefanie Hertel begrüßt, und erhielt außerdem die Gelegenheit in der Pause hinter der Bühne mit den heimatverbundenen Künstlern persönlich ins Gespräch zu kommen. "Ich freu‘ mich so, dass hätte ich nie gedacht", schwärmte die äußerst muntere Seniorin. "Ich hab‘ immer den Oberhofer Bauernmarkt geschaut und mich gefreut, wenn Du gesungen hast", drückt sie Eberhard Hertel die Hand und lässt Tochter Stefanie wissen: "Ich kann mich noch genau erinnern, als Du erstmals das Lied vom kleinen Teddybär im Fernsehen gesungen hast!" Viele stimmungsvolle Momente hielt das Programm in einer Mischung aus vogtländischen Mundartliedern und volkstümlichen weihnachtlichen Melodien für die Zuschauer bereit. Vor einem großen Schwibbogen auf der weihnachtlich geschmückten Bühne trugen Stefanie und Eberhard Hertel sowie Lanny Lanner im Kerzenschein die berührende Weihnachtsgeschichte "Der Stern, der uns leuchtet" von Dirk Michael Steffan vor, welche vom traditionellen Brauchtum zur Weihnachtszeit im Vogtland und Erzgebirge sowie von zwei Klingenthaler Bergarbeitern erzählt, die nach dem Zusammenbruch eines Stollens während der Mettenschicht am Morgen des Heiligabend im Berg eingeschlossen sind. Während sie auf ein Wunder warten, erfahren sie rückblickend, dass sie nicht nur eine innige Freundschaft, sondern auch ein außergewöhnliches persönliches Schicksal miteinander verbindet. Wunderbar eingefügt in die stückweise etwas zu langatmig geratene Weihnachtsgeschichte waren zahlreiche wunderschöne Melodien wie unter anderen "Guten Abend, schön Abend" mit dem Stefanie und Eberhard Hertel nach Lanny Lanners kleinem Gitarrensolo "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" einstimmten. Nach der Melodie "Wenn die Weihnachtsglocken läuten" folgten musikalisch "Silberhelle Schlittenglocken" auf einer zünftigen musikalischen Schlittenfahrt. Mit Liedern wie "O selige Weihnachtszeit" und "Wenn es Raachermannel nabelt" erinnerte Eberhard Hertel an Weihnachten mit Adventskranz und Zuckergebäck wie es früher einmal war und weckte Stefanie eine besonders große Freude auf das Fest mit ihrem "Schneeflockentanz" im Walzertakt und dem Lied "Jeder Tannenbaum möchte ein Christbaum sein", bevor Lanny Lanner verkündete "Ich hab‘ den Weihnachtsmann gesehn". Mit einem herzlichen Applaus wurde dann auch Stefanies Tochter Johanna vom Publikum begrüßt. Mit ihr gemeinsam präsentierten Stefanie und Lanny ihr Lieblingslied "Driving Home for Christmas". Einen stürmischen Applaus erntete Stefanie Hertel für ihr Solo "Ave Maria", bevor mit weiteren Melodienan die Wünsche der Menschen nach einer Welt voller Träume in der Weihnachtszeit erinnerten.