Vosla-Arbeiter: Gutes Geld für gute Arbeit

Knapp 100 Beschäftigte des Plauener Lampenherstellers vosla nahmen am Montag am Warnstreik teil, zu dem die IG Metall aufgerufen hatte. Vor dem Firmengelände erscheinen sie mit Gewerkschaftsfahnen, tragen rote Käppis und Westen und lassen die Trillerpfeifen tönen.

Gemeinsam mit Gewerkschaftssekretär Stefan Kademann und Kollegen sowie ihrem Betriebsratschef Andreas Rother fordern sie 5,5 Prozent mehr Lohn und bessere Alters- und Bildungsteilzeitregelungen für Arbeitnehmer der Metall- und Elektrobranche. Unterstützt werden sie im Arbeitskampf von den Bus-Bauern von Neoplan. "Wer gut arbeitet, soll gutes Geld bekommen - zumal die Auftragsbücher zu 110 Prozent voll sind", sagt Rother durchs Mikro.

Unter den Warnstreikern befinden sich auch Antje Schulz und ihr 13-jähriger Sohn Lucas (im Bild). Der Oberschüler unterstützt seine Mutter, eine Industriemechanikerin bei vosla, beim Ringen um bessere Bezahlung. Auch Lucas Stiefvater, der bei Neoplan Busse baut, solidarisiert sich mit seiner Lebensgefährtin und deren Kollegen. Metaller-Sekretär Kademann hofft auf eine Tarif-Einigung im März - die höheren Löhne sollen rückwirkend ab Januar 2015 gelten. cze/chr