Volle Punktzahl für Heidi Meier

Sie kam, sang und siegte: Heidi Meier aus dem kleinen Ort Juchhöh zwischen Oelsnitz und Theuma nahm zum ersten Mal am Sachsenausscheid "Goldener Herbst" teil und wurde von der Jury zur 1. Preisträgerin gekürt. "Ich bin glücklich. Damit habe ich nicht gerechnet", freut sie sich.

Dass sie sich überhaupt für die Teilnahme bewarb, hat sie ihrer Sangeskollegin Christine Müller aus Plauen zu verdanken. Die nämlich war im Internet auf den Wettbewerb aufmerksam geworden, wollte dabei sein und überzeugte Heidi, sich ebenfalls für den Landesausscheid zu bewerben. Das war bereits im vergangenen Jahr. Eine CD wurde eingeschickt und abgewartet. 15 von 38 Bewerbern wurden schließlich für vergangenen Sonntag nach Eilenburg eingeladen. Heidi Meier und Christine Müller (belegte den 2. Platz) waren dabei.

Dieser Ausscheid ist eigens für Laienkünstler ab dem 50. Lebensjahr gedacht, die nie als Profis künstlerisch tätig waren. Bereits zum sechsten Mal hat er stattgefunden. Neben Sängerinnen und Sängern waren zum Beispiel auch Tanzgruppen, Instrumentalgruppen, Rezitatoren und Chöre vertreten. Zur kompetenten Jury gehörte übrigens auch Julia Axen, einst eine bekannte Schlagersängerin.

Heidi Meier sang zunächst halb-playback das Lied von Margot Werner "So ein Mann". Bei ihrem zweiten Titel "Lilli Marleen" begleitete sie sich selbst auf der Gitarre. Mit der vollen Punktzahl wurde ihre Leistung bewertet. Das gab es in den Jahren vorher nur einmal! Die 1. Preisträger der Länderausscheide sind am 11. Oktober nach Berlin eingeladen. Die Vogtländerin ist gespannt, auf welche Konkurrenz sie dort treffen wird.

Die 63-Jährige stammt aus einer musikalischen Familie. "Sie konnte noch nicht reden, aber singen. Keiner hatte sie verstanden, weil sie ja noch nicht reden konnte. Aber die Töne haben gestimmt", heißt es im Buch "Geschichten von der Deimischen Schul´" des Theumaer Ortschronisten Bernd Winkelmann. Heute singt sie mit Sohn Oli (von den Great Jokers) auf Vereinsfesten, Geburtstagsfeiern, Dorffesten und anderen Veranstaltungen. Ihr Mann Bernhard ist stets mit dabei; er kümmert sich um die technischen Dinge.  B.W.