Vogtlandmuseum wird zum Erlebnisbereich

Plauen - Schritt für Schritt wolle man das Vogtlandmuseum umgestalten und ihm eine neue Philosophie geben, erklärte Silke Kral während der Rundgänge durch die Höfe und Ausstellungsräume des Museums.

Zur Philosophie wollte sich die Leiterin noch nicht äußern, diese müsse erst noch entwickeln werden, aber die neuen Bereiche der altehrwürdigen Museumsmauern zeigte sie den Interessierten bereits am Sonntag während des Museumstages. Völlig neu ist schon jetzt der Servicebereich. Der Eingang ins Museum wird dann über die Nummer 9 sein. Im modernen Eingangsbereich mit neuer Kassenanlage werden sich eine Cafeteria und die Toilettenanlagen befinden. Alles natürlich behindertengerecht. Etwa 80 Prozent des Hauses werden dann barrierefrei sein. Dabei wird auch an Hör- und Sehbehinderte gedacht, erklärte die Museumsleiterin.

Sie will das Plauener Museum offener und einladender gestalten. Durch die geöffneten Tore zur Nobelstraße und zum Oberen Graben kann der Innenhof als Passage genutzt werden. Geplant sind Tischgruppen, die zum Verweilen einladen. Zukünftig sollen fünf verschiedene Führungsrundgänge angeboten werden, die auch als Winter- und Sommerprogramm ausgelegt werden können. Die drei einzelnen Häuser werden dann durchgängig sein und eine Einheit bilden. "Wir arbeiten Raum für Raum heraus", berichtete Jana Eichler. Sie ist die Projektleiterin der Gebäude und Anlagen Verwaltung Plauen und wies darauf hin, dass bei allen Baumaßnahmen die besondere Architektur der Häuser beibehalten wird.

"Bis jetzt wurden rund zwei Millionen Euro verbaut." Weiter berichtigt sie, dass die Maßnahme mit 70 Prozent durch den Freistaat gefördert wird. Die restlichen 30 Prozent trägt die Stadt Plauen. Neue Ausstellungs-Räume werden zur Verfügung stehen. Aus Zwischenräumen, die bisher als Abstellräume oder Depot dienten, werden Kabinette. "Seit zweieinhalb Jahren sind wir am Um- und Ausräumen", berichtete Silke Kral weiter. Das Vogtlandmuseum habe ein Depot mit 120.000 Objekten, von denen nach der Fertigstellung nur zehn Prozent auf 1.500 Quadratmetern zu sehen sind. Sie betonte, dass es besonders wichtig sei, ein Magazinhaus zu schaffen. Dieses könnte auch für Vereine, Studenten oder alle Interessierten geöffnet werden. Das Museum soll zum Erlebnisbereich werden. va